Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 27.09.2019


Markt

Mobilfunker geben bei 5G mehr Gas

Österreich ist beim mobilen Datenverbrauch pro SIM-Karte weltweit an zweiter Stelle. „Drei“ startet mit den ersten nutzbaren 5G-Tarifen und Routern.

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Wien – Während Österreich bei superschnellem Breitbandinternet in Europa hinterherhinkt, kommen die heimischen Mobilfunker ihrem Ziel näher, die Lücke vor allem durch den Ausbau der neuen 5G-Technologie zu schließen.

Bei der Abdeckung von Festnetzinternet und Internetverbindungen über 100 Megabit pro Sekunde vor allem durch die Glasfaserverbindungen ist Österreich mit einer Abdeckung von 2,5 Prozent ein Entwicklungsland. Länder wie Ungarn (23,6 Prozent), Polen (20 Prozent) und Kolumbien (13 Prozent) sind im OECD-Vergleich viel weiter. Beim mobilen Breitband gehört Österreich zu den EU-Ländern mit der besten Infrastruktur. Das nutzen zuweilen auch die Kunden stärker als in anderen Ländern. Beim Datenverbrauch pro SIM-Karte liegt Österreich im OECD-Vergleich hinter Finnland weltweit an zweiter Stelle vor den digitalen Vorreiterländern Lettland, Litauen und Estland.

Auch beim Ausbau der neuen superschnellen Mobilfunktechnik 5G mischt Österreich derzeit in Europa ganz vorne mit. Nachdem Magenta die ersten Masten für einige ausgewählte Stammkunden im Frühjahr 2019 in Betrieb genommen hat, bietet der Mobilfunker „Drei“ seit gestern die ersten 5G-Tarife, samt Modems für österreichische Kunden, an. Nutzbar werden diese vorerst nur in den Gebieten sein, wo es aktuell bereits ein 5G-Netz gibt, in Teilen von Graz, Linz, Wörgl (Tirol) und Pörtschach (Kärnten). Bis Jahresende peilt „Drei“ die 5G-Vollversorgung der Stadt Linz und weiterer Regionen in Österreich an. „Wo das sein wird, hängt davon ab, wo 5G am dringendsten benötigt wird“, sagte „Drei“-Chef Jan Trionow in Wien. Erst nächstes Jahr werde es eine größere Netzabdeckung geben. (ecke)




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