Letztes Update am Fr, 04.10.2019 09:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Inflation

Haushaltsenergiepreise im August 0,5 Prozent über Vorjahr, Sprit billiger

Strom und Brennholz verteuerten sich um über über Prozent, Treibstoffe um drei bis vier Prozent günstiger, Den Verbrauchern blieb ein Preissprung nach dem Angriff auf die Saudi-Raffinerie erspart.

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© TT/Böhm(Symbolfoto)



Wien – Haushaltsenergie war im August um 0,5 Prozent teurer als im gleichen Vorjahresmonat, geht aus dem von der Österreichischen Energieagentur berechneten Energiepreisindex hervor. Gegenüber dem Vormonat Juli sanken die Preise um 0,4 Prozent. Deutlich teurer als vor einem Jahr waren Strom und Brennholz, Treibstoffe verbilligten sich um drei bis vier Prozent. Die allgemeine Teuerung betrug 1,5 Prozent.

Auch im August haben somit die Energiepreise den allgemeinen Preisrückgang gedämpft - sowohl im Jahres- als auch im Monatsabstand. Denn von Juli auf August stieg der VPI um 0,1 Prozent, während der Energiepreisindex (EPI) um 0,4 Prozent nachgab.

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Superbenzin und Diesel verbilligten sich im Monatsabstand - von Juli auf August - um jeweils 1,2 Prozent, im Jahresabstand sogar um 3,2 bzw. 3,6 Prozent. Heizöl war um 1,3 Prozent günstiger zu haben als im Vormonat und um 3,9 Prozent billiger als im Vorjahr.

Auf und ab bei Rohöl

Im August habe es generell nur geringe Preisbewegungen geben, so der Geschäftsführer der Energieagentur, Peter Traupmann. Erst im September habe der Ausfall beträchtlicher saudischer Produktionskapazitäten - infolge des Drohnenangriffs am 14.9. – kurzfristig deutliche Spuren auf dem Rohölmarkt hinterlassen. Auf die Energiepreise der Haushalte habe sich das bisher nur sehr moderat ausgewirkt – anders als in ähnlichen Fällen der Vergangenheit. Kurzfristig kletterte der Brent-Preis auf fast 70 Dollar je Fass, lag diese Woche schon wieder unter 60 Dollar, auf dem Niveau von vor der Attacke. Dennoch bestehe kein Grund, zur Tagesordnung überzugehen, zeige das Ereignis doch das hohe Risiko-Potenzial von Öl für die globale Energieversorgung und Wirtschaft deutlich, betont Traupmann.

Strom war im August um 5,5 Prozent teurer als ein Jahr davor, Gas kostete 1,8 Prozent mehr. Im Monatsvergleich verteuerte sich Strom um 0,3 und Gas um 0,2 Prozent - Fernwärme blieb gleich, kostete binnen Jahresfrist aber um 1,3 Prozent mehr.

Der Preis von Brennholz stieg im Monatsvergleich um 0,6 Prozent leicht an, jener für Holzpellets um 1,1 Prozent. Gegenüber August vorigen Jahres ergab sich bei Brennholz ein Plus von 5,2 Prozent und bei Holzpellets ein Anstieg um 1,3 Prozent. (APA)