Letztes Update am Do, 05.09.2013 15:31

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Markt

IWF fordert von Notenbanken Klarheit über Absichten

Der Währungsfonds blickt ängstlich nach Asien.



Washington/St. Petersburg - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat von den wichtigsten Notenbanken mehr Klarheit über deren Kurs verlangt. „Eine klare Kommunikation über die Absichten der Notenbanken ist entscheidend, um neue Finanzexzesse oder abrupte Verschiebungen von Kapitalströmen zu verhindern“, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten IWF-Bericht für den G-20-Gipfel im russischen St. Petersburg.

Nach Einschätzung des IWF gäbe es „Spielraum für eine bessere Kooperation“ in der Frage, wann und wie die Notenbanken aus ihren unkonventionellen Maßnahmen zur Stützung der Finanzmärkte aussteigen - „vor allen durch eine breitere Diskussion der Exit-Pläne“.

Hintergrund sind die Turbulenzen an den Finanzmärkten vieler Schwellenländer vor allem in Asien. Dort hatten Investoren in den vergangenen Wochen massenhaft Kapital abgezogen. Neben hausgemachten Problemen in den Schwellenländern gilt die absehbare Verringerung der Anleihekäufe durch die US-Notenbank Fed als wichtigster Grund dafür.

Die aktuelle Verlangsamung beim Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern zählt nach IWF-Einschätzung derzeit zu den größeren Risiken für die Weltwirtschaft. Vor allem Risiken, die im Zusammenhang mit einem möglichen Ende der lockeren Geldpolitik in Volkswirtschaften wie etwa den USA stünden, könnten den ohnehin schwächelnden Staaten neue Probleme bereiten, heißt es in dem IWF-Bericht. (APA/dpa)

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