Letztes Update am Mi, 23.10.2013 22:06

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sportfachhandel

Ski-Industrie verkauft bis zu 70 Prozent der Skier an Verleiher

Zwar blickt die Ski-Industrie optimistisch in die kommende Saison, in der vergangenen Saison sind mit 346.000 Paar Ski allerdings um 11.500 weniger produziert und verkauft worden.



Wien - „Ski-Industrie und Sportfachhandel gehen optimistisch und mit positiven Erwartungen in die bevorstehende Skisaison.“ Das sagt der Präsident des Verbandes der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs (VSSÖ), Gernot Kellermayr, rechtzeitig vor dem Ski-Weltcup-Auftakt in Sölden vom 25. bis zum 27. Oktober. Der heimische Skimarkt habe sich über die vergangenen Jahre stabilisiert. In der vergangenen Saison 2012/2013 sind mit 346.000 Paar Ski allerdings um 11.500 weniger produziert und an den Sportfachhandel sowie vor allem an den Ski-Verleih verkauft worden.

Umsätze entwickeln sich konstant

Von den 346.000 ausgelieferten Paar Ski waren 40.000 Tourenskier und 15.000 „Freerider“. Laut VSSÖ entwickelten sich die Umsätze konstant. Österreich sei nach wie vor der wichtigste Absatzmarkt in Europa und im internationalen Vergleich sehr bedeutend für die Ski-Industrie.

Fortgesetzt hat sich über die vergangenen Jahre laut dem Branchenverband der Trend Richtung Verleih-Skier. Die Wintersportler wollen mit neuestem und von geprüften Monteuren ordentlich serviciertem Material die Pisten hinunterschwingen. Inzwischen bewegt sich der Anteil der an SKi-Verleiher abgesetzten Mengen auf 50 bis 70 Prozent, so der VSSÖ.

Als Trends für heuer macht Kellermayr vor allem - wie schon im Vorjahr - die sogenannten „Rocker Ski“ aus. Dieses dank der Aufbiegung besonders drehfreudige Modell, das auch Anfängern den Einstieg ins Skifahren erleichtern soll, werde sich weiter gut am Markt behaupten, so der VSSÖ-Präsident.

Skitouren-Gehen im Trend

Vor allem aber das Skitouren-Gehen liegt weiter im Trend. 200.000 Skifahrer - die zum Aufstieg auf den Lift verzichten - gibt es bereits in Österreich. Hauptmotiv für diesen Trend sei das „Berg erleben“, so Kellermayr.

Bei den Ski-Schuhen geht der Trend in „personal fitting“, also individuelle Anpassung. Von der Einlagesohle über den Inneschuh bis zur Schale können die Skischuhe an die Füße angepasst werden, um Schmerzfreiheit bei optimierter Kraftübertragung herzustellen. Verkaufssteigerungen gibt es aber auch bei Freeride-Schuhen, die eine Gehfunktion inkludieren, um besser für den Aufstieg geeignet zu sein.

Steigende Umsatzzahlen verspricht auch die Entwicklung hin zu mehr Sicherheit auf den Pisten. Mittlerweile tragen laut VSSÖ, der hier auf Zahlen des ÖSV verweist, 97 Prozent der Skifahrer einen Helm. Kellermayr spricht hier von einem „stabilen Umsatzbringer“. Umsatzzahlen für die Gesamtbranche wollte der Verband allerdings keine nennen. (APA)




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