Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 01.06.2015


Standort Tirol

Sozialministerium holte Betriebe vor den Vorhang

Tiroler Unternehmen, die den Inklusionsgedanken besonders leben, wurden am Freitagabend vom Sozialministeriumservice ausgezeichnet.

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© Solzialminiseriumservice



Innsbruck – Die Quote ist nicht immer alles. Das betonte Karin Klocker, Leiterin des Sozialministeriumservice Tirol beim Festakt in der Innsbrucker Villa Blanka. Gemeint sind jene Arbeitsplätze, die ein Unternehmen ab einer bestimmten Größe für Menschen mit Behinderung zur Verfügung stellen muss, will er nicht Strafzahlungen leisten.

Denn dass es zahlreiche Betriebe in Tirol gibt, die sich über die Pflichtquote hinaus engagiert für die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung einsetzen, bewies der Freitagabend. Das Sozialministeriumservice hatte zur großen Verleihung der „Wir sind inklusiv“-Auszeichnung geladen. Sie ersetzt den bis dato vergebenen „Integrationspreis“. 16 Betriebe (siehe Kasten rechts) dürfen ab sofort drei Jahre lang das Gütesiegel führen. Eine Jury hatte sich intensiv mit den Einreichungen beschäftigt und nach einer Reihe von Kriterien beurteilt. Ausgezeichnet wurden Betriebe, die den Inklusionsgedanken besonders leben und dafür etwa Arbeitsplätze entsprechend gestaltet oder Organisationsstrukturen umgestellt haben. Ziel der Auszeichnung ist es laut Klocker, diese Bemühungen sichtbar zu machen und dafür die Unternehmen vor den Vorhang zu holen.

Die von der integrativen Frauenateliergemeinschaft „Kunst+Drüber“ gestaltete Siegerskulptur in Form eines Bootes und einer alles vereinenden Kugel wurde von Sozialminister Rudolf Hunds­torfer an die Vertreter der Betriebe überreicht. Er bedankte sich ausdrücklich bei den Arbeitgebern: „Man kann noch so viele Fördermittel zur Verfügung stellen – ohne die Arbeitgeberseite als wichtigen Partner würde das alles nichts bringen.“ Was die Themen Inklusion und Barrierefreiheit betrifft, sieht der Sozialminister Österreich auf einem guten Weg. Allerdings sei noch viel Arbeit zu tun, schließlich sei der Weg einer, der nie zu Ende ist. (np)

Wir sind inklusiv

Ausgezeichnete Betriebe: Aristos Druckzentrum GmbH, Hall in Tirol; Bäckerei-Konditorei-Café Pristauz, Niederndorf; BauMax AG, Vomp; Cammerlanders GmbH, Innsbruck; Dinkhauser Kartonagen GmbH, Hall in Tirol; Gärtnerei Pfeifer Peter, Innsbruck; Soziale Einrichtungen der Barmh. Schwestern GmbH – Haus zum Guten Hirten, Hall in Tirol; Lintner Metallbaum GmbH, Alpach; McDonalds Restaurants GmbH, Kufstein/Kitzbühel/Rum/Schönberg; Österreichische Blechwarenfabrik Pirlo GmbH & Co KG, Kufstein; Reha-Zentrum BetriebsGmbH, Münster; Carl Alois Walde KG, Innsbruck; Stadtmagistrat der Stadt Innsbruck; Trofana Erlebnisdorf Gastronomie GmbH, Mils; Tiroler Landestheater und Orchester GmbH, Innsbruck; Viking GmbH, Langkampfen.

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Karin Klocker und Sozialminister Rudolf Hundstorfer präsentierten die Skulptur, die den Ausgezeichneten überreicht wurde.
Karin Klocker und Sozialminister Rudolf Hundstorfer präsentierten die Skulptur, die den Ausgezeichneten überreicht wurde.
- Sozialministeriumservice/Fischer