Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 26.08.2015


Standort Tirol

Hypo Tirol sieht AK-Klage gelassen

Die Zentrale der Hypo Tirol Bank in Innsbruck.

© APA/Helmut FohringerDie Zentrale der Hypo Tirol Bank in Innsbruck.



Innsbruck – Die Arbeiterkammer (AK) kritisiert schon länger, dass Banken die negativen Zinssätze des täglich festgelegten Referenzzinssatzes Libor nicht an ihre Kunden weitergeben. Daher hat die AK Tirol nun die Hypo Tirol Bank geklagt. Laut AK berechnet die Hypo unter anderem die Zinsen für Fremdwährungskredite, die sich aus dem Libor und einem zwischen dem Kunden und der Bank vereinbarten Aufschlag ergeben, auch bei bestehenden Verträgen so, als läge dieser bei null Prozent. Dies sei laut AK eine unzulässige „ergänzende Vertragsauslegung“. Die Hypo Tirol Bank sieht die Klage gelassen und erklärt: „Die Hypo Tirol Bank vertritt so wie viele andere Banken und untermauert durch ein umfassendes Rechtsgutachten die Rechtsauffassung, dass Kreditverträge ohne eine Regelung für den Fall eines negativen Indikators unvollständig sind.“ Man verfolge die rechtlichen Entwicklungen natürlich mit Interesse und werde sich entsprechend den aus den höchstgerichtlichen Entscheidungen gewonnenen Erkenntnissen verhalten. Der Verein für Konsumenteninformation hat in diesem Zusammenhang bereits im Frühjahr gegen mehrere Banken in Ostösterreich geklagt. Noch stehen die entgültigen Urteile aber aus. (hu)

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