Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 17.11.2015


Osttirol

Treffen mit Mehrwert für Holzprofis

Mit der zweiten Fachtagung „Holzverbindet“ will sich Osttirol weiter als Holzzentrum etablieren. Es gibt dafür Leader-Förderung.

© OblasserRund 2000 Festmeter Holz oder 80 Lkw-Ladungen durchlaufen das Sägewerk der Holzfirma Theurl pro Tag. Knowhow ist da gefragt.Foto: Oblasser



Von Catharina Oblasser

Assling – Holz im Überfluss: Aus dieser Ressource zieht Osttirol schon seit Jahren Nutzen. Die Wertschöpfungskette reicht von den Waldbesitzern und Bauern über die Holzfällbetriebe und Transporteure bis zu Sägewerken und weiterführender Holzveredelung. Mit einem Leader-Projekt soll die Kompetenz für Holz noch stärker in der Region verankert werden. Das erklärten Vertreter von Wirtschaftskammer, Standortagentur und dem Industriebetrieb „Theurl Holz“ in Assling gestern. Die Firma, die mit ihren rund 200 Mitarbeitern als Leitbetrieb in Osttirol gilt, ist Veranstaltungsort der Informations­tage „Holzverbindet“ im Februar 2016. Heuer im März fand die Premiere der Veranstaltung statt. Das Projekt wird über den Leader-Topf mit 150.000 bis 180.000 Euro bis 2018 gefördert, soll sich danach aber selbst tragen.

„Unsere Mission ist es, innerhalb der Branche Wissen zu verbreiten und die Gelegenheit zum Knüpfen von Netzwerken zu schaffen“, schildert Hannes Theurl, einer der Geschäftsführer. „Wir laden alle Berufsgruppen ein, die sich mit Holz beschäftigen, vom Zimmerer und Holztechniker über den Architekten und den Industriellen bis zum Forscher.“ Stichwort Forschung: Bei „Holzverbindet“ ist auch die Universität Innsbruck mit ihrem Lehrstuhl für Holzbau mit im Boot.

Die Einladungen gehen an Personen in deutschsprachigen Holzregionen in einem Radius von etwa 500 Kilometern, erklärt Prokurist Hannes Ganner. „Das geht von der Schweiz und Bayern über Südtirol bis nach Kärnten und Salzburg.“ Jedes Jahr soll das Knowhow einer anderen Region im Fokus stehen, so der zweite Geschäftsführer Stefan Ganner. „Heuer ist es Südtirol. Deshalb kommen auch die meisten Vortragenden von dort.“ Am 18. und 19. Februar werden unter anderem eine Architektin, ein Statik-Experte und ein Fachmann für Holzverbindungen referieren. Bildhauer Helmut Perathoner aus Gröden beleuchtet die künstlerische Seite des Werkstoffes Holz.

Prokurist Hannes Ganner vertraut auf den Erfolg der Veranstaltung: „Letztes Mal hatten wir 100 Teilnehmer, diesmal rechnen wir mit doppelt so vielen.“




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