Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 03.12.2015


Bezirk Imst

„PV-Anlage ist ein Geschäft“

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© Daum



Mils b. I. – In Zeiten von Klimakonferenz und Gradobergrenze der Erderwärmung erwärmt Bürgermeister von Mils die neueste Investition das Herz: Auf dem Dach des Gemeindehauses thront eine Photovoltaikanlage mit einer Kollektorfläche von rund 650 Quadratmetern und liefert seit zwei Monaten sauberen Sonnenstrom.

„Die 96 Kilowattpeak-Anlage könnte 27 Haushalte mit durchschnittlichem Stromverbrauch versorgen“, präzisiert Reinhold Wultschnig, der von der Gemeinde als Bestbieter mit der Projektierung und der Errichtung beauftragt war, „jetzt gerade werden 40 Kilowatt produziert“. Für BM Markus Moser eine „super Investition“. Nach langem Warten auf die Förderzusage der ÖMAG konnte man in letzter Minute den erhöhte Einspeistarif von 10,5 Cent pro Kilowattstunde ergattern, garantiert auf 12 Jahre. Moser: „Summa summarum ist die Anlage, die eigentlich ein Sonnenkraftwerk ist, ein Geschäft. Die Investition wurde mit rund 40.000 Euro gefördert. Wir versorgen das Gemeindehaus inklusive Schule und Kindergarten mit elektrischer Energie und speisen den Überschuss in das Stromnetz ein.“ Man sei mit der beauftragten Firma sehr zufrieden, Schul- und Gemeindebetrieb seien normal weitergelaufen. Zur Ausfinanzierung werde ein Darlehen mit Fixzins in der Höhe von rund 120.000 Euro aufgenommen, dies sei behördlich bereits genehmigt.

Apropos genehmigt: Die BH Imst gab heuer grünes Licht für 15 PV-Anlagen im Bezirk mit einer Spitzenleistung von über 25 KW/p. Herausragend die 1000-KW/p-Anlage auf dem Pitztaler Gletscher, die Anlage in Haiming (200 KW/p) und jene in Roppen (100 KW/p). (huda)

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