Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 12.12.2015


Innsbruck

Triste Schneelage lässt Start am Kofel vorerst nicht zu

Die Wintersaison am Innsbrucker Hausberg soll nun am 19. Dezember beginnen. Der Verbindungsweg nach Igls bleibt auch heuer gesperrt.

null

© Thomas Boehm / TT



Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck, Igls – Ein paar zarte weiße Flecken auf der Heiligwasserwiese. Mehr ist in den unteren Bereichen des Patscherkofels noch nicht vom Winter zu sehen. Und schenkt man den Wetterprognosen Glauben, so wird sich an diesem Bild auch in den kommenden Tagen wenig ändern. Geplant war der Start in die heurige Skisaison am Innsbrucker Hausberg für den 4. Dezember. Nun muss der Start „voraussichtlich“ auf den 19. Dezember verlegt werden, wie auf der Homepage zu lesen ist. Und auch dahinter steht noch ein dicke­s Fragezeichen. Auch viele andere Skigebiete kämpfen derzeit mit der Wetterlage.

„Eine Beschneiung war bisher nicht bzw. nur sehr kurz möglich“, sagt Patscher­kofelbahnen-Geschäftsführer Thomas Scheiber. In Summe habe man bis dato 187 Stunden lang beschneien können. „Die Leute stehen Gewehr bei Fuß.“ Zur Verfügung habe man am Kofel 28 Schneilanzen und 40 Schneekanonen. Eine beschränkte Pumpkapazität grenze die maximale Schneileistung aber ein, sagt Scheiber. Für den Geschäftsführer gilt daher: „Wenn wir auf­sperren, muss auch die Qualität passen.“ Wie berichtet, hatte es im vergangenen Jahr Kontroversen um Beschneiung und Pistenpräparierung gegeben. Spätestens zu Weihnachten müsse man aber in Betrieb gehen. Sollt­e das Weiß in den unteren Sektionen dann noch immer nicht dementsprechend sein, gebe es die Alternative, so Scheiber, anstatt des Olympiaexpress die Skifahrer ausschließlich mit der Pendelbahn auf den Berg zu bringen.

Weiterhin gesperrt wird aber auch heuer der Skiweg nach Igls bleiben. Nach wie vor haben die Patscherkofelbahnen nicht von allen Grundeigentümern die notwendige Zustimmung dafür. „Auch die Suche nach alternativen Varianten ist gescheitert“, sagt Scheiber. Und somit scheine der Verbindungsweg für ein­e skitechnische Abfahrt zur Talstation der Pendelbahn in den offiziellen Kofel-Foldern nicht mehr auf.

Preislich zogen die Kofel-Tickets um rund drei Prozent an. In ähnlichem Ausmaß hätten auch Glungezer, Nordpark und Muttereralmbahn ihre Preise erhöht, zählt Scheiber auf.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Indes machten sich die Verantwortlichen von Stadt, Tourismus und Bürgermeister der Umlandgemeinden am Mittwoch in einer neuerlichen Sitzung des „Entwicklungsprozesses Patscherkofe­l/Glungezer“ Gedanken, wie es mit der Region künftig weitergehen soll. Mit Abschluss des letzten Workshops Mitt­e Jänner soll der Kern der neuen Marke feststehen. Im Anschluss dürften konkrete Maßnahmen fixiert werden.