Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 24.06.2016


Innsbruck-Land

Lanser See: Auf zu neuen Ufern

Selten sorgte der Lanser See in der jüngeren Vergangenheit mit positiven Schlagzeilen für Aufsehen. Das soll sich nun ändern, sagt der neue Geschäftsführer.

Seit März führt Daniel Rhomberg am Lanser See die Geschäfte. Er will den See verstärkt für die Öffentlichkeit nutzbar machen.

© Julia HammerleSeit März führt Daniel Rhomberg am Lanser See die Geschäfte. Er will den See verstärkt für die Öffentlichkeit nutzbar machen.



Von Manfred Mitterwachauer

Lans – Der Lanser See hat seit jeher sein Stammpublikum, ob Jung oder Alt. Das Gewässer mit Direktanschluss an die Landeshauptstadt bezieht seine Attraktivität nicht aus spektakulären Rutschen und dergleichen, sondern vielmehr durch seine idyllische Lage. Und doch ist die Anlage in die Jahre gekommen. Ebenso war das Verhältnis zwischen den bisherigen Betreibern, der Familie Rhomberg, sowie der Gemeinde als Zwei-Prozent-Eigner und den Subventionsgebern Stadt und TVB in den vergangenen Jahren nicht immer friktionsfrei. Das alles hat am Image des Lanser Sees genagt.

Das weiß auch Daniel Rhomberg. Der 25-Jährige hat seit März dieses Jahres die Geschäftsführung des Seebetriebs übernommen. Der studierte Architekt ist selbst am See aufgewachsen: „Für viele ist der See ein erinnerungsträchtiger Ort.“ Einer, der „mehr den Besuchern gehören sollte“, sagt Rhomberg. Pläne wie einst das Projekt „Atlans“ (internationales Restaurant, transkulturelles Gesundheitszentrum) gebe es daher keine mehr.

Mit den Konflikten der Vergangenheit will er aufräumen. Alle, also Gemeinde, Stadt und TVB sollten den See als „offene Plattform“ wahrnehmen. Selbige ist Rhomberg gerade dabei, wieder in Schuss zu bringen. Die dringend notwendige Sanierung der Sanitäranlagen steht kurz vor ihrer Fertigstellung. Wie berichtet, mussten diese im Jahre 2011 kurzzeitig wegen akuten Schimmelbefalls behördlich geschlossen werden.

Doch Rhomberg denkt auch an mehr. Gerade der Winter (Stichwort: möglicher Eislaufplatz) sowie die Randzeiten seien derzeit wenig bespielt. Das soll sich ändern. Wie? „Wir wollen uns langsam entwickeln“, sagt Rhomberg. Möglicherweise auch in Abstimmung mit dem derzeit laufenden Entwicklungsprozess „Glungezer/Patscherkofel“ im Mittelgebirge. „Der See soll erhalten und die Rahmenbedingungen aufgewertet werden“, sagt Rhomberg. Die Aufrechterhaltung der Zuschüsse von Stadt und TVB hält er aber dennoch für weiter notwendig.