Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 24.08.2016


Imst

Kunstschnee kommt künftig aus Roppen

Das Beschneiungsunternehmen „Supersnow“ aus Polen siedelt sich mit dem gestrigen Spatenstich im Roppener Gewerbepark an.

Das Firmengebäude (Visualisierung unten) von „Supersnow“ soll bis Frühjahr 2017 fertiggestellt sein, gestern war Spatenstich.

© DaumDas Firmengebäude (Visualisierung unten) von „Supersnow“ soll bis Frühjahr 2017 fertiggestellt sein, gestern war Spatenstich.



Von Hubert Daum

Roppen – „Die Gemeinde hat in den circa 30.000 Quadratmeter großen Gewerbepark, in den auch die Gemeinde Sautens zu einem Drittel involviert ist, bisher rund eine Million Euro investiert“, verkündete Roppens Bürgermeister Ingo Mayr gestern vor dem symbolischen Akt des Spatenstiches, „die meisten Flächen sind verkauft, einige wenige sind noch frei“. Nicht mehr frei ist das 5000 Quadratmeter große Areal, das nach rund einjährigen Verhandlungen das Unternehmen „Supersnow“ mit Stammsitz in Polen erworben hat.

Die polnische Firma, die für den neuen, österreichischen Standort eigens die Subfirma „Supersnow GmbH“ gegründet hat, entwickelt und produziert seit 2005 Schneesysteme. Auf dem Areal entstehen Werkshalle, Bürogebäude, Verkaufs- und Schulungsräume. Der Neubau soll bis zur „Interalpin Messe“ im Frühjahr 2017 fertiggestellt werden. „Für uns als jüngstes Unternehmen in der Kunstschneeerzeugung ist es ein Meilenstein, hier in Österreich einen Standort zu eröffnen“, betonte der künftige Filialleiter Arek Budas die Wichtigkeit der Ansiedelung, „ich danke den Behörden und vor allem der Gemeinde Roppen für die unkomplizierte Zusammenarbeit“. Man wolle vom Herz der Alpen aus die Märkte in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz in der Kunstschneeerzeugung erobern und betreuen.

In Polen verlassen pro Jahr rund 1000 Schneekanonen die Förderbänder des erst 2015 errichteten Hauptwerkes Nähe Krakau. Bisher bedient man hauptsächlich den osteuropäischen und asiatischen Markt. Erst kürzlich habe man einen Großauftrag aus Sarajewo an Land gezogen. Roppen soll zur Drehscheibe des mitteleuropäischen Marktes werden. Dort sollen in der ersten Phase rund 15 neuen Arbeitsplätze entstehen, bis zu 30 werden letztendlich erwartet.

- dkn