Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 19.10.2016


Innsbruck-Land

Gewerbepark soll 1000 Arbeitsplätze bringen

Auf rund 7,5 Hektar ist im kommenden Jahr der Baustart für einen neuen Gewerbe- und Technologiepark im Norden der Gemeinde in unmittelbarer Nähe zur Autobahn vorgesehen.

Präsentierten die Pläne für den neuen Gewerbepark Kematen: Grundbesitzer Helmut und Johannes Marsoner (l. und r.), BM Rudolf Häusler (2. v. l.) und Architekt Christoph Achammer.

© DaumPräsentierten die Pläne für den neuen Gewerbepark Kematen: Grundbesitzer Helmut und Johannes Marsoner (l. und r.), BM Rudolf Häusler (2. v. l.) und Architekt Christoph Achammer.



Von Denise Daum

Kematen – Es ist ein Mammutprojekt, das in Kematen entsteht: Auf rund 7,5 Hektar ist im kommenden Jahr der Baustart für einen neuen Gewerbe- und Technologiepark im Norden der Gemeinde in unmittelbarer Nähe zur Autobahn vorgesehen. Die durchaus aufwändigen Vorbereitungsarbeiten, allen voran die Verkehrsanbindung sowie die Verlegung von Starkstrom- und Erdgasleitungen, sind nun abgeschlossen. Gestern präsentierten Bürgermeister Rudolf Häusler, die Investoren Helmut und Johannes Marsoner sowie Architekt Christoph Achammer (ATP) die Detailpläne zum Projekt.

„Ich träume schon seit Jahren davon, so ein Projekt in Tirol umzusetzen“, schickt Achammer voraus. Der Grund wird mit einem Gebäudekomplex bebaut, um eine „Verhüttelung“ zu umgehen. Eine umfassende Begrünung soll dafür sorgen, dass von der Autobahn aus ein „grünes Band“ wahrgenommen wird. Mit Grund müsse in Tirol besonders sparsam und effizient umgegangen werden, betont Achammer. „Lediglich 13 Prozent der Fläche Tirols sind besiedelbarer Raum, ausgewiesenes Bauland sind gar nur 0,3 Prozent.“

Der Gewerbepark bleibt im Eigentum der Investoren. Ansiedeln sollen sich Unternehmen aus den Bereichen Forschung, Produktion und Dienstleistungen. Die Mietverträge würden ausschließlich langfristig vergeben, versichern die Projektbetreiber. Im Endausbau – als Zeitplan wurde eine Dekade genannt – sollen bis zu 80.000 Quadratmeter Nutzfläche sowie 1000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Als ganz großen Bonus des Gewerbeparks Kematen sieht Helmut Marsoner die „ausgezeichnete Lage“ zwischen Deutschland und Italien sowie die vorhandene Infrastruktur in unmittelbarer Nähe wie Flughafen, Bahn oder technische Universität.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Der Grund gehört zum Großteil der Unternehmerfamilie Marsoner, einen kleinen Teil besitzt die Gemeinde. Es seien bereits jede Menge Anfragen eingegangen, mit dem Abschluss von fixen Verträgen habe man aber bewusst bis zur Projektpräsentation gewartet, erklärt Johannes Marsoner.

Für Bürgermeister Rudolf Häusler setzt das vorliegende Projekt neue Maßstäbe, es gelte als beispielgebend. „Die Gemeinde profitiert auf vielen Ebenen vom neuen Gewerbepark.“