Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 26.01.2017


Standort Tirol

Plus für Handel, mehr Geschäfte in Innsbruck

Die Geschäftsflächen in Innsbruck sind gewachsen.

© Julia HammerleDie Geschäftsflächen in Innsbruck sind gewachsen.



Innsbruck – Einzelhändler haben im Jahr 2016 ein nominelles Umsatzwachstum von zwei Prozent erzielt und damit erstmals die 70-Mrd.-Euro-Grenze durchbrochen, geht aus der aktuellen Konjunkturbarometer-Umfrage des Handelsverbandes hervor.

„Auch wenn die Steuerreform nur zum Teil im Hande­l ankommt, hat sich das Konsumklima in Österreich merklich verbessert“, so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. Besser als das Gesamtjahr lief das Weihnachtsgeschäft für die Händler. Laut Konjunkturbarometer stieg der Weihnachts­umsatz um drei Prozent. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) hatte ein Weihnachtsumsatzplus von 2,3 Prozent prognostiziert.

Das wirkt sich jedoch nicht auf die Geschäftsflächen aus, zumindest in den österreichischen Großstädten. In den 18 größten österreichischen Städten sind seit 2014 rund 27.000 Quadratmeter an Geschäftsflächen (Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistung und Freizeit) dazugekommen, zeigt eine Studie der Standortberatung Standort+Markt (S+M). Allein­e in Innsbruck (einzige untersuchte Stadt Tirols) sind die Verkaufsflächen um 1600 Quadratmeter auf 116.400 Quadratmeter gestiegen. In Wien sind die Verkaufsflächen am stärksten gewachsen. Grund für die Zunahme der Shop-Flächen sei vor allem der hohe Filialisierungsgrad in den Innenstädten, erklärt Hannes Lindner von S+M. Er erwartet, dass die Effekte des Online-Handels auf die Verkaufsflächen des stationären Handels verzögert eintreten.

Die Leerstände in Innsbruc­k liegen mit 3,9 Prozen­t unter dem Österreich-Schnitt von 4,8 Prozent. (APA, TT)

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