Letztes Update am Di, 25.04.2017 06:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Standort Tirol

Überraschender Wechsel: Gohm verlässt Standortagentur

Paukenschlag bei der Standortagentur Tirol: Langzeit-Chef Harald Gohm geht und wechselt in die Privatwirtschaft.

Harald Gohm leitet seit über 17 Jahren die Tiroler Zukunftsstiftung, die dann 2004 in die Standortagentur umgewandelt wurde.

© Andreas Rottensteiner / TTHarald Gohm leitet seit über 17 Jahren die Tiroler Zukunftsstiftung, die dann 2004 in die Standortagentur umgewandelt wurde.



Von Alois Vahrner

Innsbruck – Harald Gohm hatte im März 1998 als Assistent des Geschäftsführers bei der damaligen Zukunftsstiftung angeheuert, ehe er ab November 1999 zunächst provisorisch und dann ab März 2000 auch offiziell die Führung übernommen hatte. Erst im Herbst 2016 war der Geschäftsführer-Vertrag Gohms (nur Tirol-Werber Josef Margreiter ist mit 22 Jahren noch länger Chef eines Landesunternehmens) um weitere drei Jahre bis Herbst 2019 verlängert worden.

Daraus wird jetzt nichts mehr. Er habe zuletzt mehrere interessante Job-Angebote bekommen und daher die zuständige Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf um eine vorzeitige Freigabe gebeten. Diese bedankt sich bei Gohm für dessen „hervorragende Arbeit“ und wünscht ihm in seiner künftigen Aufgabe „alles Gute“. Auch Gohm streut der Landesrätin Rosen, die Zusammenarbeit habe stets sehr gut funktioniert. Seit der Umwandlung in die Standortagentur habe man jährlich 20 bis 25 Firmen mit seither über 2000 neuen Jobs nach Tirol geholt.

Das Land wird den Geschäftsführerposten jetzt rasch neu ausschreiben, dank des guten Teams (die Standortagentur hat 39 Mitarbeiter) mit Vizechef Marcus Hofer wäre es „aber kein Problem, wenn die Suche nicht schon bis Jahresmitte abgeschlossen wäre“, so Zoller-Frischauf.

Gohm wird mit 15. Juli ausscheiden. Wohin er wechselt? Das wolle er noch nicht offiziell sagen, es handle sich aber um eine interessante Aufgabe bei einem internationalen, nicht aus Tirol kommenden Unternehmen im Bereich Technologie und Innovation.

Der gebürtige Landecker Gohm (48), der es in seiner Funktion mit drei Landeshauptleuten und Wirtschaftslandesräteninnen zu tun hatte, wurde seit Jahren immer auch als mögliche Personalreserve für einen Wechsel in die Landesregierung gehandelt. Bisher blieb es dabei aber immer nur beim Gerücht.