Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 07.06.2017


Osttirol

Ortstaxen-Erhöhung vertagt

Die Abstimmung darüber soll zugleich mit der TVB-Neuwahl im Herbst stattfinden.

Symbolfoto.

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Von Catharina Oblasser

Lienz – Wird der TVB Osttirol die Aufenthaltsabgabe vulg­o „Ortstaxe“ von zwei Euro auf 2,50 Euro erhöhen? Der Aufsichtsrat ist dafür, doch es braucht eine Abstimmung in der Generalversammlung. Die sollte ursprünglich schon im Mai gewesen sein. Nun ist Ende Oktober bis Mitte November als neuer Termin angepeilt. Und: Zugleich mit der Ortstaxen-Abstimmung soll auch die turnusmäßige Neuwahl von Aufsichtsrat (zwölf Mitglieder) und Vorstand (drei Mitglieder) im TVB erfolgen.

Das ergab die gestrige Aufsichtsratssitzung, wie Präsident Werner Frömel erläutert. Warum die Verschiebung? Das hat mit dem Zweck zu tun, dem die Ortstaxen-Erhöhung dienen soll. Die geschätzten Mehreinnahmen von rund 750.000 Euro sollen Teil eines Subventionspaketes von über vier Millionen Euro an Heinz Schultz sein. Der Zillertaler Liftunternehmer will das Geld für den Ausbau von Beschneiung und Liften in seinen Osttiroler Skigebieten haben.

„Wir wollen mit der Ortstaxen-Abstimmung warten, bis alle Projektunterlagen und Bedingungen vorliegen und wechselseitig akzeptiert sind“, informiert Frömel. Bis Ende Oktober bzw. Mitte November sollte das der Fall sein. Diese Projektunterlagen betreffen nicht nur die Schultz-Skigebiete, sondern auch die Lienzer Bergbahnen AG, die vom TVB rund 390.000 Euro für die Beschneiung bekommen soll. „Im Gegenzug erhalten wir Aktien der Lienzer Bergbahnen“, so der Aufsichtsratspräsident. Das Land muss mit einer Ortstaxen-Erhöhung einverstanden sein.

Weiters beschloss der TVB-Aufsichtsrat die Verlängerung des Kontokorrentkredites, der eine Summe von 1,2 Millionen Euro umfasst. Damit will der Verband schnell handlungsfähig sein, wenn es nötig ist.