Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 07.07.2017


Standort Tirol

Landtag beschließt: Mehr Geld für geförderte Wohnung

Die Wohnbauförderung wird geändert: mehr Geld für verdichtetes und energiesparendes Bauen, Fixzins bei Krediten wird möglich.

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Innsbruck – Der Landtag hat gestern eine Änderung der Tiroler Wohnbauförderung mit 1. Oktober fixiert. So gibt es fürs Wohnen in verdichteter Bauweise und für das Eigenheim mehr Geld. Konkret steigt die Förderung für verdichtete Bauweise je nach verbrauchter Grundfläche um 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Erwirbt etwa ein Ehepaar mit zwei Kindern eine 110 m² große Eigentumswohnung bei einem durchschnittlichen Grundverbrauch von 200 m², beträgt der Wohnbauförderungskredit künftig 115.500 Euro statt bisher 112.200 Euro, rechnete Wohnbaulandesrat Johannes Tratter (ÖVP) gestern vor.

Beim Eigenheim steigt die Zusatzförderung um 20 %, weiters wird die Förderung für erneuerbare Energieträger auf maximal 3960 Euro erhöht (bisher 2200 Euro). Auch solle es mehr Geld für höhere Planungs- und Ausführungsqualität geben sowie für umfassende Sanierung in Ökostufe 2 – hier soll der maximale Zuschuss auf 17.600 Euro statt bisher 15.950 Euro steigen. Förderungen gibt es zudem für die Vermeidung sommerlicher Überwärmung. Bei Ausschöpfung sämtlicher Fördermöglichkeiten könne sich eine vierköpfige Familie beim Bau eines Passivhauses (130 m²) bis zu 59.120 Euro holen.

Weiters werde künftig ein Fixzinssatz für Bankkredite im geförderten Wohnbau ermöglicht, so Tratter. (mas)