Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 13.10.2017


Standort Tirol

Ex-Kika-Eigentümer Koch steigt bei der Pema ein

Eigentümer Markus Schafferer verkauft 49 Prozent an die Familie Koch.

© LAACMarkus Schafferer (l.) und Herbert Koch fixieren den Deal. Projekte sind u. a. das Bank-Austria-Haus in Wien und der Pema-2-Turm in Innsbruck (u.). Fotos: Pema



Innsbruck – Es ist wohl ein Deal im dreistelligen Millionenbereich, zumal Pema von Experten auf einen Wert von deutlich über 200 Mio. Euro taxiert wird: Friederike und Herbert Koch (die Gründerfamilie des Möbelhandelskonzerns Kika/Leiner) erwirbt 49 Prozent am Tiroler Immobilienunternehmen Pema von Markus Schafferer.

Die Familie Koch vertraute bereits seit Längerem auf das Know-how des Tiroler Immobilienentwicklers, wie Herbert Koch betont. „Für uns ist der Einstieg in die Pema nur ein logischer nächster Schritt. Seit Jahren arbeiten wir erfolgreich und vertrauensvoll mit Markus Schafferer zusammen, unsere Partnerschaft steht auf einem soliden Fundament.“ Unter anderem habe man zusammen bereits den Porr-Tower in Wien gekauft und sich auch schon mit 49 Prozent am Pema-2-Projekt in Innsbruck beteiligt.

„Wir sehen in dieser Partnerschaft eine Win-win-Situation. Die Pema wird kapitalseitig noch stärker aufgestellt und wir setzen neben Dividenden für unser eingesetztes Kapital auch auf das fundierte Immobilien-Wissen von Markus Schafferer bei unseren eigenen Liegenschaften.“ Dazu zähle unter anderem seit 2015 der aktuelle Firmensitz der Bank Austria, das „Haus am Schottentor“ im 1. Bezirk. Familie Koch beauftragte die Pema erst kürzlich als exklusiven Entwickler der Premium-Immobilie am Schottentor.

Schafferer sieht, wie er gegenüber der TT betont, in der Beteiligung der Familie Koch einen sehr großen Vertrauensbeweis: „Es macht mich stolz, dass sich herausragende Unternehmerpersönlichkeiten wie Friederike und Herbert Koch an der Pema beteiligen.“ Wer die Familie Koch kenne, wisse, dass Investitionen intensiv sowohl in der gesamten Familie als auch in den Stiftungen abgewogen würden. Für die Pema sieht Schafferer „großes Potenzial durch die Bündelung der beidseitigen Stärken“. Die Pema sei seit ihrer Gründung 2005 eine österreichische Erfolgsstory. „Wir schreiben seit 2005 jährliche Gewinne im zweistelligen Millionenbereich, wie jeder im Firmenbuch leicht nachprüfen kann.“ Seit ihrer Gründung 2005 wurden Immobilienprojekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 750 Mio. Euro in Österreich, Deutschland und Südtirol entwickelt. Durch die Partnerschaft mit der Familie Koch könnten jetzt die Aktivitäten auch auf dem Wiener Markt ausgeweitet werden. „Generell steht bei uns Qualität vor Quantität, so Schafferer, der auch weiterhin nicht nur Mehrheitseigentümer, sondern auch Alleingeschäftsführer bleibt. Große Investitionsentscheidungen sollen mit der Familie Koch einstimmig gefällt werden. (va)




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