Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 30.10.2017


Tourismus

Sommerbilanz in Osttirol trotz mattem September positiv



Lienz – Die Schlechtwetterphasen bescherten im September in ganz Tirol einen kleinen Einbruch bei den Nächtigungszahlen, so auch im Bezirk Lienz. Diese gingen in besagtem Monat in Osttirol um 5,53 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres zurück, das ist ein Minus um fast 10.000 Nächtigungen.

Der größten Knick nach unten musste die Urlaubsregion Nationalpark Hohe Tauern Osttirol hinnehmen. Hier wurde ein Minus von 9,72 Prozent eingefahren.

Die Nächtigungen in der Ferienregion Hochpustertal brachen im September um 5,12 Prozent ein, in der Ferienregion Lienzer Dolomiten um 4,74 Prozent. Die Urlaubsregion Defereggental konnte als einzige Destination zulegen, hier freut man sich über ein Nächtigungsplus von 2,1 Prozent.

Franz Theurl, Obmann des Tourismusverbandes Osttirol, führt die Negativbilanz auf Schlechtwetterphasen zurück, die sich bei Hüttenübernachtungen und Campingplätzen niedergeschlagen hätten. Der starke Einbruch in der Nationalpark-Region müsse auf die wetterbedingte Einschränkung der hochalpinen Wanderungen zurückgeführt werden. Auch bei den Campingplätzen habe sich das Wetter mit Nächtigungseinbrüchen ausgewirkt. Selbiges Bild spiegle sich verständlicherweise auch bei den Hüttennächtigungen wide­r, erklärt Theurl.

Auch wenn sich das Minus der Nächtigungen im September auf die Gesamtstatistik auswirkt und sie drückt, zeigt das Sommerergebnis in Osttirol auch per Ende September immer noch positiv nach oben. Die Nächtigungen in Osttirol liegen mit Ende des besagten Monats mit 1,37 Prozent über dem Rekordsommer 2016.

Der Oktober lasse, erklärt Franz Theurl, wieder eine zufriedenstellende Auslastung erwarten. Man sei zuversichtlich, das Ergebnis des Rekordsommers 2016 zu knacken und mit einem Plus von knapp über 2 Prozent über die Sommerziellinie zu kommen, zeigt sich Theurl optimistisch. (TT)