Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 10.11.2017


Bezirk Kitzbühel

Team für die TVB-Neuwahlen wurde präsentiert

Es sind bekannte Gesichter, welche Signe Reisch für die TVB-Wahlen präsentiert. Neu sind Alexander Höfinger und August Bachler.

© Harald AngererManfred Hofer, Katrin Schlechter, August Bachler, Signe Reisch, Alexander Höfinger und Josef Burger (v. l.) ziehe­n gemeinsam in die Tourismuswahl am 20. November.Foto: Angerer



Von Harald Angerer

Kitzbühel — Es sind mit heute nur noch elf Tage bis zu den Neuwahlen bei Kitzbühel Tourismus. Im Rahmen einer Pressekonferenz haben sich nun TVB-Präsidentin Signe Reisch und ihr­e Mitstreiter präsentiert. Mit Reisch ins Rennen gehen werden am 20. November wie bisher Josef Burger, aktueller Aufsichtsratsvorsitzender des TVB Kitzbühel und Bergbahn Kitzbühel Vorstand, ihr aktueller Stellvertreter Manfred Hofer (Elements 3) und die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Katrin Schlechter (Kitzsport). Neu mit dabei sind Jochbergs Vizebürgermeister August Bachler TirolApart), er möchte künftig die Feriendörfer vertreten, und der Kitzbüheler Unternehmer Alexander Höfinger (Höfinger Solutions).

Man wolle die gute Arbeit für Kitzbühel Tourismus weiter vorantreiben, war der einheitliche Tenor. Die Zahlen und die Bilanz würden eine klare Sprache sprechen. Aber es gab auch Reaktionen auf ein „Kitzbüheler Tourismusmärchen", welches derzeit die Runde in der Stadt macht. „Ich kenne persönliche Angriffe aus der Anonymität heraus, dass nun aber auch Familienmitglieder angegriffen werden, ist neu", ärgert sich Josef Burger.

In dem Märchen wird seinem Sohn eine Reise mit dem TVB nach Argentinien in der Business Class unterstellt. „Mein Sohn war zu der Zeit nachweislich in Australien. Aber vermutlich wird niemand zu dem Schreiben stehen", sagt Burger weiter. Keine Einstimmigkeit gebe es auch zur Einstimmigkeit im Aufsichtsrat, schildert der AR-Vorsitzende. So würden die Herausforderer von viel Uneinigkeit im Aufsichtsrat berichten. Im Jahr 2016 wurden 17 Beschlüsse gefasst, alle einstimmig. Im Jahr 2017 20 Beschlüsse, 18 davon einstimmig, „und das lässt sich mit genehmigten Protokollen beweisen", sagt Burger.

In der Stimmgruppe 3 tritt Alexander Höfinger mit einer neuen Liste an. „Wir treten mit einer klaren Strategie und Plänen für die kommenden Jahre an", betont Höfinger. Er will die Idee „Kitzbüheler Ring" umsetzen. Es handelt sich dabei um den erweiterten Innenstadtbereich bis zum Grieß und der Gänsbach­gasse. Diese solle für Gäste und Einheimische attraktiver gemacht werden. Dazu braucht es auch die Zusammenarbeit mit der Stadt.

Nicht mehr mit dabei ist der Reither Josef Dagn, er ist der zweite stellvertretende Vorstand. „Joe ist ein sehr guter Partner, er will sich aber nicht positionieren", sagt Reisch. Josef Dagn selbst war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Burger verlängert bei der Bergbahn

Kitzbühel — Im Wahlkampf um die bevorstehende Tourismuswahl war auch die Führungsposition in der Bergbahn Kitzbühel in den Fokus geraten. Ist doch Bergbahn-Vorstand Josef Burger auch Aufsichtsratsvorsitzender von Kitzbühel Tourismus und kandidiert wieder.

„Mir wurden Gerüchte zugetragen und es taucht die Frage auf, was nach meinem auslaufenden Vertrag passiert", sagte Burger im Rahmen einer Pressekonferenz. Sein Vertrag läuft mit November 2018 aus. Er konnte mit dem Team der Bergbahn in den vergangenen acht Jahren einige Rekordergebnisse einfahren, betont der Vorstand. „Von unseren Partnern, wie Grundstückseigentümern, internationalen Partnern, wurde ich ermutigt, den Job weiterzuführen. Im Team der Bergbahn und ebenfalls im Aufsichtsrat besteht der Wunsch, dass ich meine Tätigkeit weiter fortsetze", sagt Burger und überrascht: „Ich werde meinen Vertrag mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Aufsichtsrat verlängern."

Ansonsten hätte er keine neuerliche Kandidatur für Kitzbühel Tourismus erwogen. Zudem habe man in der jüngsten Aufsichtsratssitzung der Bergbahn ein Investitionsprogramm in der Höhe von 77 Millionen Euro bis zum Jahr 2021 beschlossen. So lange dürfte wohl auch die Verlängerung seines Vertrags bei der Bergbahn Kitzbühel laufen, auf eine genaue Zahl wollte sich Burger auf Nachfrage nicht festlegen.

Erfreut zeigt sich der Aufsichtsratsvorsitzende der Bergbahn und Kitzbüheler Bürgermeister Klaus Winkler. „Josef Burger leistet hervorragende Arbeit und ist weitum geschätzt. Ein Karriereende von Burger ist deshalb nicht in Sicht", sagt Winkler auf Anfrage der Tiroler Tageszeitung. Er geht deshalb davon aus, dass der Vertrag mit Burger erneut verlängert wird. (aha )