Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 02.12.2017


Bezirk Kitzbühel

„genial REGIONA­L“: Zusammenarbeit mit Zukunftspotenzial

Gemeinsam mit der Polytechnischen Schule in Brixen entwickelt der Verein Kochart neue Ideen für die regionale Wertschöpfung.

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© Tropper



Von Harald Angerer

Brixen i. Th. – Regionales Denken, regionale Vernetzungen, regionale Produkte – der Verein Kochart versucht Bauern, Touristiker und Wirte miteinander zu verbinden. Der Verein aus Wirten im Brixental und Leuketal ist aus einem Leader-Projekt entstanden und wird immer mehr zu einer Drehscheibe für regionales Denken.

Um das Zukunftspotenzial der Produktion vor Ort auszuloten, hat der Verein nun eine Kooperation mit der Polytechnischen Schule in Brixen ins Leben gerufen. Am Donnerstagnachmittag erfolgte in der Schule in Brixen mit einem Forum der Startschuss für das Projekt „genial REGIONA­L“.

Nach einem Dialog auf der Bühne wurde in verschiedensten Programmpunkten miteinander gearbeitet, es erfolgte Meinungsaustausch und Wissen wurde weitergegeben. Mit dabei waren aber nicht nur die Schüler der Schule, sondern auch Vertreter aus der Landwirtschaft und dem Tourismus, die gemeinsam mit den Schülern Ideen gesponnen haben.

„Natürlich ist bei uns zu Hause die Regionalität ein Thema. Wir schauen schon, dass die Produkte, die wir konsumieren, so gut es geht von hier kommen“, sagt eine Schülerin im Gespräch und ein weiterer Schüler betont: „So bleibt die Wertschöpfung in der Region.“ Als Vertreter der Landwirtschaft und Produzenten waren Markus und Thomas Ehammer (Milchbuben) und Anton Baldauf (Hüttschader Bio-Gemüse) aus Kirchdorf mit dabei.

„Unter den Schülern sind die Köche und Kellner der Zukunft. Regional bedeutet nicht nur regionale Produkte, sondern auch Mitarbeiter der Region“, betont Kurt Tropper, Initiator der Kochart. Die Schüler waren auch mit viel Einsatz dabei und über das Schuljahr sind weitere Aktionen geplant. Dabei kommt die Kochart in Schule, Exkursionen sind geplant und ein Abschlusssymposium, bei dem dann die Idee aus dem Jahr präsentiert werden. „Die Zusammenarbeit mit der Polytechnischen Schule ist wirklich großartig und es ist schön zu sehen, mit welcher Begeisterung die Schüler dabei sind“, sagt Tropper.