Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 06.12.2017


Bezirk Kitzbühel

Klobensteinschlucht: Der Weg für verbindendes Projekt wurde geebnet

Die Genehmigungen für das Projekt Klobensteinschlucht liegen vor. Der Ausbau des Wanderweges soll im Sommer 2018 starten.

© RevitalEine Hängebrücke befindet sich bereits in der Klobensteinschlucht, eine weitere soll im nächsten Jahr gebaut werden.Foto: Revital



Von Miriam Hotter

Kössen – „Vor vier Jahren haben wir uns zum ersten Mal mit dem Thema Klobensteinschlucht befasst“, erzählte Gerd Erharter, Obmann des TVB Kaiserwinkl, gestern bei einer Pressekonferenz in Kössen. Mit „wir“ meint Erharter den TVB sowie die beiden Gemeinden Kössen und Schleching (Bayern), die sich zum Ziel gemacht haben, die Klobensteinschlucht für Einheimische und Gäste attraktiver zu gestalten. Herzstück des Projektes ist der Schmugglerweg, der Kössen und Schleching miteinander verbindet und der ausgebaut werden soll. Dem Vorhaben soll nun nichts mehr im Weg stehen. „Nach zwei Jahren intensiver Planung liegen die behördlichen Genehmigungen vor“, verkündete Erharter stolz.

Die Wegführung auf Tiroler Seite soll jener des derzeitigen Schmugglerweges entsprechen, auf bayerischer Seite verläuft der Weg künftig näher an der Tiroler Ache. Ein geplanter Panoramasteg, eine Aussichtsplattform und eine zweite Hängebrücke im Bereich des so genannten Entenlochs sollen den Weg aufwerten. „Auf bayerischer Seite werden verfallene Stege reaktiviert“, verriet Schlechings Vizebürgermeisterin Elfriede Bachmann.

Für die Umsetzung des 1,3-Millionen-Euro schweren Projektes werden unterschiedliche Fördertöpfe angezapft. „Auf europäischer Ebene sowie auf Landesebene in Tirol sowie in Bayern“, heißt es seitens der Projektträger. So sollen 75 Prozent der Kosten von der EU getragen werden. Was übrig bleibt, wird unter dem TVB sowie den Gemeinden aufgeteilt.

Da Fördergelder im Spiel sind, müsse man sich an strenge Auflagen halten. „Zum Beispiel müssen wir eine Firma beauftragen, die die Ausschreibungen kontrolliert“, sagt Erharter. Das beanspruche Zeit. Gegenüber der TT schätzt Kössens Bürgermeister Reinhold Flörl, dass „die Formalitäten zirka ein halbes Jahr dauern werden“. Ziel sei es, die ersten baulichen Maßnahmen im Sommer 2018 zu setzen. Welche das sein werden, stehe noch nicht fest.