Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 03.01.2018


Tirol

Die Jagd als Wirtschaftsfaktor

© Oberösterreichischer Landesjagdv



Wien – Die Jagd in Österreich trägt durchschnittlich rund 731 Millionen Euro pro Jahr zur Wertschöpfung am regionalen Bruttoinlandsprodukt bei. Das geht aus einer Studie hervor, die der emeritierte Universitätsprofessor Friedrich Schneider im Auftrag des Dachverbandes „Jagd Österreich“ erstellt hat. Auf zehn Jahre gerechnet betragen demnach diese Leistungen rund 7,3 Milliarden Euro bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt sowie 3,1 Milliarden auf das Masseneinkommen. Dadurch werden 58.872 Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten. Geleistet wurden zusätzlich 1,4 Milliarden an indirekten und 1,2 Milliarden an direkten Steuern und Sozialabgaben.

„Diese Analyse fördert die positiven und quantitativ beträchtlichen ökonomischen Auswirkungen der Jagd in Österreich zutage“, sagt Friedrich Schneider. Nicht berücksichtigt ist dabei das unentgeltliche Engagement der Jäger, wie Tirols Landesjägermeister Anton Larcher betont. Zu diesen volkswirtschaftlich relevanten Zahlen müssen wir noch die unbezahlten beziehungsweise ehrenamtlichen Stunden der Jägerschaft hinzurechnen“, so Larcher. Interne Schätzungen gehen hier von etwa 10,6 Millionen Stunden pro Jahr aus. Das entspricht der Leistung von etwa 5300 Berufsjägern oder rund 240 Mio. Euro an Jagdleistungen für die Allgemeinheit. (APA)