Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 09.02.2018


Bezirk Imst

AMS Imst zahlte 21,6 Mio. Euro aus

Der Trend am Imster Arbeitsmarkt ist ein positiver. 2017 gingen die Arbeitslosenzahlen zurück. Der Fachkräftemangel ist durchwegs spürbar, sagt AMS-Chefin Gunda Amprosi.

© PaschingerGunda Amprosi präsentierte als neue AMS-Chefin am Donnerstag die erste Jahresstatistik.Foto: Paschinger



Von Alexander Paschinger

Imst – Der Arbeitsmarkt im Bezirk Imst profitiert von der allgemeinen positiven Wirtschaftslage: Mit 27.062 unselbstständig Beschäftigten im Jahr 2017 gab es ein Plus von 2,7 Prozent. Demgegenüber standen im Vorjahr 1728 Menschen auf Jobsuche – was einen Rückgang von 7,2 Prozent bedeutete. Und dem AMS Imst wurden im Vorjahr 4928 offene Stellen gemeldet, was einem Mehr von 14,9 Prozent entspricht. Der Fachkräftemangel ist demnach auch in der AMS-Statistik spürbar. Insgesamt konnte Gunda Amprosi, seit August Leiterin der Geschäftsstelle Imst, also „ein sehr erfreuliches Ergebnis präsentieren“. Und für heuer „hält der positive Trend an“.

„Wir leisten übrigens nicht nur einen Beitrag zur Existenzsicherung, sondern tragen damit ja auch zur Wirtschaft bei“, erklärt AMS-Finanzchef Charly Friskovec die Verwendung von 21,594.498 Euro, die das AMS Imst im Vorjahr ausgezahlt hat. 10.812 Leistungsanträge wurden bearbeitet, wobei bereits 1391 online eingereicht wurden. Für 134 Anträge auf Weiterbildungsgeld wurden 837.814 Euro gezahlt, 973.959 Euro flossen in Schulungen. 124-mal mussten die AMS-Mitarbeiter Sanktionierungen vornehmen.

Kurse – das ist das Thema von Luise Mungenast in der Imster Geschäftsstelle. Im Schnitt befanden sich 127 Personen in Schulungen. „Wir konzentrieren uns auf Qualifizierung nach Maß“, streicht sie ein erfolgreiches Projekt hervor. Oder auch das Job-fit-Programm, das für Arbeitslose einen Perspektivenplan erarbeitet. Ein Sorgenkind ist für Mungenast das Projekt „Frauen in Handwerk und Technik“, das in Imst und Landeck nur schleppend funktioniere. Daneben gibt es freilich Angebote zur Nachholung und Vorbereitung von Lehrabschlussprüfungen und Deutschkurse. Dass die „Aktion 20.000“ von der neuen Bundesregierung abgesagt wurde, bedauert sie: 15 Personen wären dafür im Bezirk Imst in Frage gekommen.




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