Letztes Update am Sa, 10.02.2018 09:31

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Innsbruck soll erste „T-Mobile-5G-Stadt“ Österreichs werden

Am Freitag fand der europaweit erste Flug einer Drohne statt, die über den neuen Mobilfunkstandard 5G gesteuert wurde.

© Dominik SteindlBei der Premiere des Mobilfunkstandards 5G wurde demonstriert, wie die Zukunft der drahtlosen Datenübertragung aussehen soll.



Innsbruck – Zwei Funkzellen des Mobilfunkanbieters T-Mobile machen Innsbruck zur „ersten 5G-Stadt Österreichs“. Bei der gestrigen Präsentation des nächsten Mobilfunkstandards 5G zeigte der Mobilfunkanbieter, wie die Zukunft der drahtlosen Datenübertragung aussehen soll. So ermöglicht der neue Mobilfunkstandard Datenraten von bis zu zwei Gigabit pro Sekunde. Zum Vergleich: Der aktuelle Standard LTE erreicht maximal 300 Megabit pro Sekunde. Zudem hat 5G eine extrem kurze Latenzzeit (Zeit, die ein Signal vom Sender zum Empfänger braucht) von drei Millisekunden.

Welche Möglichkeiten dies bietet, demonstrierte T-Mobile gestern in Innsbruck mit dem in Europa ersten über 5G durchgeführten Flug einer Drohne. Mit 5G wird es möglich, eine Drohne in Echtzeit und ohne Zeitverzögerung über Mobilfunk zu steuern, und das auch von sehr weit entfernten Orten. Für die Präsentation arbeitete T-Mobile mit mehreren Partnern zusammen. Die Sender-Hardware stammt von Huawei, das Glasfasernetz stellten die Innsbrucker Kommunalbetriebe bereit. Unterstützung erhält der Mobilfunker auch vom Land Tirol. So meinte Landeshauptmann Günther Platter: „Die neue Technologie ist besonders geeignet, um die Landflucht einzudämmen.“ Schließlich habe man mit einer leistungsfähigen Internetanbindung selbst in entlegensten Gebieten alle Möglichkeiten, die man in einem Ballungsraum vorfinde. Zudem kündigte Platter die Einsetzung einer „Taskforce“ an. Der Landeshauptmann will alle regionalen Anbieter in Tirol an einen Tisch bringen, um das geplante Roll-out schneller voranzubringen.

Mit Datenraten von zwei Gigabit pro Sekunde und sehr kurzer Latenzzeit können u. a. Drohnen über das 5G-Netz gesteuert werden.
- Dominik Steindl