Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 08.03.2018


Bezirk Reutte

100 Kinder als Jungunternehmer

Schüler setzten sich mit dem Wirtschaftskreislauf auseinander und zeigten ihr Talent.

© TscholAn kleinen Ständen stellten die Kids ihr unternehmerisches Geschick unter Beweis.



Reutte – Dort, wo ansonsten gediegene Ruhe herrscht, zog Dienstagmorgen ordentlich viel Leben ein. Die Wirtschaftskammer Reutte lud zum KiWi-Marktplatz und 100 Kinder nahmen die Herausforderung gerne an, ihr Verkaufstalent und unternehmerisches Geschick unter Beweis zu stellen. „KiWi“ steht für „Kinder entdecken Wirtschaft“ und ist Unterricht zum Anfassen.

Schüler der Volksschule Ehenbichl, der VS Reutte-Arch­bach sowie der NMS Untermarkt beschäftigten sich bereits Wochen im Voraus mit spannenden Fragen wie: Was ist Wirtschaft überhaupt und wie funktioniert sie? Wie entsteht ein Unternehmen, was ist Umsatz und Gewinn und wie wirkt Werbung? Jetzt konnten sie ihr Wissen in die Praxis umsetzen und in der Wirtschaftskammer ihr „eigenes“ Unternehmen gründen.

Ihre Waren boten die Teams an insgesamt 20 Ständen zum Kauf an. Und das Angebot war vielfältig – es reichte vom Shampoo bis hin zum selbstgebackenen Kuchen, von Taschentüchern bis zu Gewinnlosen. Unterstützt wurden die Kinder dabei von den Experten der WK Reutte, von HAK-Schülern ihren Lehrern, Eltern und Verwandten.

WK-Obmann Christian Strigl und WK-Bezirksstellenleiter Wolfgang Winkler waren vom Engagement der Teilnehmer begeistert: „Es ist faszinierend, welche Ideen die Kinder haben und wie sehr sie sich schon im Vorfeld mit der Wirtschaft und dem Unternehmertum auseinandersetzen. Das ist mit Abstand der emotionalste und auch lauteste Tag in der Wirtschaftskammer. Einfach super!“

Am Ende des Markttages wurde Bilanz gezogen und der bestdekorierte Verkaufsstand, das kundenfreundlichste Team und die Mannschaft mit dem meisten Umsatz ausgezeichnet. Sieger waren letztlich alle. Denn ausnahmslos jedes Team erfüllte die Kriterien der Jury. (fasi)

WK-Obmann Christian Strigl (2. v. r.) und Bezirksstellenleiter Wolfgang Winkler (r.) belohnten das Engagement mit Medaillen.
- Tschol