Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 27.03.2018


Standort Tirol

Für die Skischaukel Sillian-Sexten fehlen noch Unterschriften

Nicht alle 39 Grundeigentümer haben schon grünes Licht für die Skischaukel Sillian-Sexten gegeben. Gleiche Konditionen für alle sind aber ein Muss.

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© Peter Leiter



Von Catharina Oblasser

Sillian, Sexten – Es ist ein Megaprojekt: die Skischaukel Sillian-Sexten, die Ost- und Südtirol über die Berge miteinander verbinden soll. Projektbetreiber sind zwei Größen der Tiroler Bergbahnen-Wirtschaft: Auf Sillianer Seite ist es Unternehmer Heinz Schultz, auf der Südtiroler Seite die Drei Zinnen AG, deren Wirkungsbereich bis nach Padola reicht. Die Kosten werden mit bis zu 60 Millionen Euro beziffert.

Wichtige Beschlüsse wurden auf Osttiroler Seite schon gefasst: Die Gemeinde Sillian, die Pfarrpfründe und die Agrargemeinschaften sind mit der Nutzung ihrer Flächen einverstanden. Teils wurden Grundstücke getauscht. Doch von den insgesamt 39 Grundeigentümern fehlen noch einige wenige auf der Liste, sagt Heinz Schultz. „Wir sind in Verhandlungen. Aber wir denken, dass wir eine Lösung finden werden, sonst müssten wir das Projekt geringfügig umplanen.“ Der Zillertaler Liftunternehmer betont auch, dass alle Grundeigentümer gleich zu behandeln seien. Das dürfte sich auf die finanzielle Abfindung bzw. auf den Ausgleich beziehen, den die Flächenbesitzer für ihr Einverständnis erhalten. Das Skischaukel-Projekt sei für ganz Osttirol eine wichtige Investition in die wirtschaftliche Zukunft, will Schultz noch einmal hervorheben. Es bedeutet schließlich den Zugang von Osttirol aus zum größten Skizirkus in den Südtiroler Dolomiten.

Ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nötig wird, ist noch nicht offiziell geklärt. Schultz selbst geht schon davon aus. „Aber entscheiden wird das die Behörde.“ Bevor das geschieht, müssen allerdings erst die Einreichunterlagen zur Gänze vorliegen, und dafür braucht es unterschriebene Verträge mit allen Grundbesitzern.