Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 23.04.2018


Bezirk Schwaz

Endspurt für das Atoll Achensee

Die neue Freizeitanlage in der Buchau soll zum Kraftplatz für die Region und darüber hinaus werden. Ab Mitte Juni soll der Probebetrieb laufen.

© ZwicknaglDie Arbeiten am Atoll Achensee laufen auf Hochtouren. Geschäftsführer Andreas Brix (rechts) spricht von einem Betriebsbeginn anfangs Juli. Rund 21 Millionen Euro werden investiert. Fotos: Zwicknagl



Von Walter Zwicknagl

Eben – Lastwagen bringen Unmengen von Schüttmaterial aus den Karwendeltälern zur Großbaustelle Atoll in der Buchau und wie Heinzelmännchen bewegen sich die einzelnen Arbeitsteams. Auch am alten Achenseeschiff „St. Benedikt“, dem Zentrum des künftigen Kinderdorados, wird fleißig gearbeitet. Im Trockenen stehen noch die neuen Stege vor dem mächtigen Gebäude. Und grenzenlosen Freizeitspaß für die Ferienregion propagiert schon jetzt Geschäftsführer Andreas Brix, der in den nächsten Wochen alle Hände voll zu tun hat. „Längst lässt sich ahnen, welch tolle Anlage hier ab 1. Juli Einheimischen und Gästen zur Verfügung steht“, sagt er mit Stolz. Ab Mitte Juni soll der Probebetrieb laufen.

„Natürlich kann es bei einem Projekt mit so langer Bauzeit auch zu der einen oder anderen Verzögerung kommen. Gleich am Anfang gab es bei der Bädertechnik einen Verzug durch einen Rechtsstreit im Vergabeverfahren, dann war die Alu-Glas-Fassade im Herbst im Verzug und der frühe und strenge Winter war dann auch nicht gerade förderlich, um Rückstände aufzuholen“, stellt er fest. Denn ursprünglich war die Inbetriebnahme im Mai geplant.

Mittlerweile gab es schon Führungen an der Baustelle. Vereine fragen laufend nach den künftigen Sportmöglichkeiten und Angeboten. „Über mangelndes Interesse an der Anlage können wir uns nicht beklagen“, erklärt Brix. Bei der Preisgestaltung habe man sich sehr bemüht, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden. „Nach der aktuellen Investitionskostenplanung werden in den Gebäudekomplex 18,5 Millionen Euro investiert. Die gesamten Errichtungskosten inklusive Außenanlagen, Spieleschiff, Strandbad, Tennisplätze und Tennishaus sowie Kunsteisbahn erfordern einen Aufwand von 21 Millionen Euro. „Durch die großzügige finanzielle Unterstützung von Land Tirol, der Tiwag sowie den Nachbargemeinden konnte die Finanzierungslast für die Gemeinde Eben und den Tourismusverband Achensee, der sein Büro künftig dort etabliert, wesentlich verringert werden“, verrät Brix. „Trainieren, Relaxen und Genießen – mit der multifunktionalen Anlage Atoll Achensee heben wir das Freizeitangebot bei uns auf ein neues Niveau“, unterstreicht Martin Tschoner, der Direktor des Tourismusverbands Achensee.

Um den Betrieb in Schwung zu halten, braucht es 45 Dauerbeschäftigte, mit den Teilzeitbeschäftigten werden es dann rund 60 Personen sein, sagt Brix. 430 Parkplätze werden den Besuchern der Wasserwelt, der Saunabereiche und der Boulderhalle zur Verfügung stehen. Rechnung getragen wird auch dem Kulinarischen. Eine Erlebnis­gastronomie mit Restaurant im Panoramabad, ein Terrassenrestaurant und ein Restaurant im Eingangsbereich lassen die Gäste auf ihre Kosten kommen. „Das Atoll Achensee sehen wir als Kraftplatz im wahrsten Sinne des Wortes“, sagt Brix. Die Architektur des Komplexes erinnere an einen Tropfen als kleinsten Teil der Wassermenge des Achensees. Die verschiedenen Erlebnisinseln sind ringförmig angeordnet – daher der Name Atoll. „Ein Highlight ist der Freiluft-Schwimmbereich auf dem Dach mit Infinity-Pool und Tauchbecken. Insgesamt wurden 1500 Quadrat- meter Glas verbaut, um den Ausblick auf den See und die Bergwelt zu ermöglichen“, erzählt Brix, während die nächste Fuhre Schüttmaterial angeliefert wird.