Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 26.04.2018


Bezirk Kitzbühel

Das lange Warten auf Gewerbegründe geht weiter

Vom Land Tirol gibt es grünes Licht für die Widmung der benötigten Flächen in St. Ulrich. Nun spießt es sich am Verkehrsplan.

© WörgötterIm Ortsteil Strass will die Gemeinde St. Ulrich schon seit Jahren ein Gewerbegebiet errichten. Doch bis heute gab es noch keinen Abschluss, nun wartet die Gemeinde auf ein Straßenkonzept.Foto: Wörgötter



Von Harald Angerer

St. Ulrich a. P. – Das Gewerbegebiet der Gemeinde St. Ulrich ist schon seit gut zwölf Jahren ein Thema, aber noch immer nicht Realität. Gründe für Betriebe werden im Ort dringend gebraucht. Zwar hat die Gemeinde im Jahr 2012 dann im Ortsteil Strass eine Fläche gekauft, doch hier spießt es sich seither.

Lange hatte man damals den Ankauf einer 13.800 m² großen Fläche für den Bau des Gewerbegebiets im Gemeinderat besprochen, der Kauf wurde dann aber einstimmig beschlossen. Der Kaufpreis lag bei 40 Euro/m², insgesamt wurden mehr als 500.000 Euro bezahlt. Firma hat sich bis jetzt keine niedergelassen. Gründe gibt es viele. Zuerst scheiterte die Gemeinde an der Widmung, hier gab es vom Land Tirol eine Absage, da es sich bei der gekauften Fläche um eine ökologisch wertvolle Fläche handelt, um eine so genannte Hutweide. Es brauchte eine Ausgleichsfläche, diese wurde dann gefunden.

Damit kam auch das Okay von Seiten des Landes Tiro­l. Doch gebaut wird noch imme­r nicht, denn jetzt verzögert die verkehrstechnisch­e Erschließung das Projekt erneut. „Wir warten noch auf das Straßenkonzept, hier sind aber noch Details zu klären“, beruhigt Bürgermeisterin Brigitte Lackner. Es soll aber noch in dieser oder der kommenden Woche abschließende Gespräche geben, um die Details zu klären. Dass es Probleme mit der Zufahrt gebe, wie zu hören war, dementiert Lackner allerdings. Die Zufahrt sei geklärt. Es gehe nur noch um die innere Erschließung der Fläche. „Wir können nicht die Flächen verteilen, wenn wir noch kein Straßenkonzept haben“, sagt Lackner.

Auf einen Termin, wann sich nun endlich im Gewerbegebiet die ersten Firmen ansiedeln können, will sich die Bürgermeisterin aber nicht festlegen. „Mir wäre lieber vorgestern gewesen, aber einen genauen Termin kann ich nicht sagen“, sagt Lackner. Auch ihr dauere die Umsetzung schon viel zu lange, betont sie gegenüber der Tiroler Tageszeitung.

Von Seiten der Wirtschaft gibt es schon seit Jahren massiven Druck. Es gebe viele Betriebe, die dringend Flächen brauchen und sich ansiedeln wollen, betont die Bürgermeisterin.