Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 26.04.2018


Standort Tirol

Weitere Swarovski-Jobs nach Polen

© TT/Thomas BöhmSwarovski will neben Serbien auch in Wattens investieren.



Der Tiroler Kristallkonzern Swarovski konzentriert weitere Arbeitsplätze im Bereich Finance & Administration in Polen. Aktuell würden die aus den Standorten Wattens, Hongkong und den USA erbrachten Leistungen des IT Service Desk in die neue Struktur der globalen Dienstleistungszentren eingegliedert, teilt Swarovski mit. Zu Wochenbeginn habe man jetzt die betroffenen Abteilungen informiert. In Wattens würden die Auswirkungen nicht vor 2019 wirksam. Betroffen seien maximal zwölf Arbeitsplätze. Die Veränderungsprozesse würden umfassend begleitet und in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat „fair, transparent und sozial verträglich" umgesetzt. Insgesamt beschäftigt Swarovski am Standort Wattens 380 IT-Experten, in Summe hat Swarovski hier 4650 Mitarbeiter.

„Um weiterhin einen Schritt voraus zu bleiben, arbeiten wir kontinuierlich an unserer Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Dazu laufen stetig Projekte und Initiativen zur Optimierung der internen Prozesse und Strukture­n", heißt es. Zudem stünden die kürzlich auch zusammen mit dem Land verlängerte Swarovski Arbeitsstiftung sowie ein umfassender Sozialplan zur Verfügung. Derzeit seien sonst auch keine größeren Personalmaßnahmen in Wattens vorgesehen, das Geschäft sei 2018 gut angelaufen. Swarovski geht aber weiter von einem sehr herausfordernden Umfeld aus, was immer wieder zu „punktuellen personellen Anpassungen" führen könne. Im Vorjahr war der Personalstand in Wattens um 200 (vor allem Leiharbeiter) reduziert worden, in Summe blieb er in Tirol aber wegen der Zuwächse bei Tyrolit und Swarovski Optik mit 6650 stabil. Swarovski konnte den Gruppenumsatz 2017 um 3,8 % auf 3,5 Mrd. Euro steigern. Der Konzern hat weltweit 32.000 Beschäftigte. (va)