Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 26.04.2018


Standort Tirol

Aus Viking-Grün wird Stihl-Orange

Der Gartengerätehersteller aus Langkampfen stellt ab Mitte 2018 die gesamte Produktion um.

© Michael MaderAus Grün wird Orange: Die Viking-Führungscrew Josef Koller, Peter Pretzsch und Wolfgang Simmer (v. l.) mit Stihl- und Viking-Rasenmähern.Foto: Mader



Von Michael Mader

Langkampfen – Schon vier Jahre in Folge freut sich die Firma Viking mit ihren rund 500 Mitarbeitern über einen satten Umsatzzuwachs. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 konnte Viking den Umsatz um 43 Prozent auf 381 Millionen Euro steigern. Auch die Bilanzsumme ist weiter gestiegen und erreichte 241 Millionen Euro, im Jahr 2016 waren es noch 167 Millionen Euro. „Unsere Eigenkapitalquote liegt bei 49 Prozent“, betonte Viking-Geschäftsführer Peter Pretzsch, der in Kürze Viking verlassen wird.

Für das Umsatzplus hätten vor allem die Stihl-Akku-Produkte des Mutterkonzerns gesorgt, die seit einigen Jahren am Standort gefertigt werden, sowie die Akku-Rasenmäher und die Mähroboter.

Der schon vor gut eineinhalb Jahren eingeleitete Markenwechsel-Prozess soll heuer im Sommer abgeschlossen werden. Ab Juli wird die gesamte Produktion von Viking-Grün auf Stihl-Orange umgestellt. Bereits Anfang des Jahres startete der Verkauf der Akku-Rasenmäher unter der Marke Stihl. „Wir werden aber noch mindestens zehn Jahre Ersatzteile für Viking-Produkte sicherstellen“, erklärte Pretzsch.

Die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre macht laut Viking-Produktionsleiter Josef Koller einen Ausbau der Produktion nötig. Um rund 23 Millionen Euro entsteht der mittlerweile dritte Ausbau am Standort in Langkampfen. Rund 20.000 Quadratmeter Arbeitsfläche sollen bis Ende 2018 fertig gestellt sein. „Es entstehen Dauerprüfräume, Elektrolabors und eine der modernsten Lehrwerkstätten. Besonderes Highlight ist ein automatisiertes Kleinteilelager mit 70.000 Behältnissen. Dort werden 300 Aus- und Einlagerungen pro Stunde abgewickelt“, erklärt Koller.

Für die verschiedensten Bereiche werden in nächster Zeit 100 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.