Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 08.05.2018


Bezirk Kitzbühel

Viele Infos zum Thema Energie

Kirchberg und Westendorf setzen sehr auf Energieeffizienz. Jetzt gab es eine Info-Veranstaltung für die örtlichen Tourismusbetriebe.

© EberharterVize-BM Andreas Schipflinger, René Schader (Energie Tirol), BM Annemarie Pliseis, Anna Häusler (e5), Brigitte Tassenbacher, Max Salcher und René Schwaiger (v. l.) informierten über Energiethemen. Foto: Eberharter



Westendorf – Die Gemeinden Kirchberg und Westendorf sind Teil des landesweiten e5-Programms für energieeffiziente Gemeinden und gelten somit als Impulsgeber im Energiesektor in der Region.

Gemeinsam mit dem TVB Kitzbüheler Alpen – Brixental organisierten die beiden Gemeinden kürzlich eine Informationsveranstaltung speziell für die ansässigen Tourismusbetriebe. Der Zulauf hielt sich in Grenzen, das Interesse der Anwesenden war jedoch groß.

Der TVB Kitzbüheler Alpen sei der erste gewesen, der das Thema Mobilität, abseits des eigenen Autos, für die Region aufgegriffen habe – darüber referierte Geschäftsführer Max Salcher. Mittlerweile würden viele Gäste ihr Auto gerne stehen lassen und die öffentlichen Verkehrsmittel in der Region in Anspruch nehmen. Jeweils drei Ladestationen in den Gemeinden sorgen auch dafür, dass das Thema Elektroauto eine immer bedeutendere Rolle spielt.

„Die Photovoltaikanlage am Dach, die sieht der Gast. Bei den ‚unsichtbaren‘ Dingen geht meist viel zu viel verloren, weil die Anlagen veraltet sind“, meint Andreas Schipflinger, Vize-BM von Kirchberg, dass im Keller am meisten Energie verloren geht.

René Schader von Energie Tirol sprach über die e-Ladeinfrastruktur und so manchem Teilnehmer öffnete dies die Augen dafür, wie wenig das Aufladen eines Autos tatsächlich kostet. Auch die e-Bikes tragen dazu bei, dass zumindest fallweise das Auto in der Garage bleibt und auch die Anschaffung eines Elektroautos wird bei vielen immer mehr zum Thema.

Schließlich referierte Brigitte Tassenbacher auch noch über das österreichische Umweltzeichen. „Es gibt einige Muss-Kriterien zu erfüllen. Was jedoch vor allem Klein- und Mittelbetriebe zum Stöhnen bringt, sind die Nachweise und Dokumentationen“, weiß die Referentin. Es gibt nicht viele Betriebe in der Region, die das Zeichen verwenden dürfen, seit vielen Jahren sind dies der Bichlhof in Kitzbühel und der Pointenhof. (be)