Letztes Update am Mo, 07.05.2018 19:14

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Luftfahrt

Lufthansa: Neue Langstreckenjets für Swiss, nicht für AUA

Während die AUA-Schwester Swiss zwei neue Langstreckenflugzeuge vom Typ Boeing 777-300ER bekommt, geht die AUA auf der Langstrecke AUA leer aus, geht aus einer Mitteilung der Lufthansa hervor.

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Schwechat, Frankfurt, Basel – Der Aufsichtsrat der AUA-Mutter Lufthansa hat heute, Montag, der Bestellung von insgesamt bis zu 16 weiteren Flugzeugen zugestimmt. Der Listenpreis für die Flugzeuge liegt bei rund 2,1 Mrd. Euro. Während die AUA-Schwester Swiss zwei neue Langstreckenflugzeuge vom Typ Boeing 777-300ER bekommt, geht die AUA auf der Langstrecke AUA leer aus, geht aus einer Mitteilung der Lufthansa hervor.

Bestellt werden aber auch bis zu zwölf Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen der A320-Familie. Dabei werden sechs Lieferoptionen für Flugzeuge vom Typ Airbus A320neo (new engine option) im Jahr 2022 in feste Bestellungen umgewandelt. Mit der Auslieferung sollen „ältere Flugzeuge in den Flugbetrieben der Lufthansa Group ersetzt werden“. Nach Verfügbarkeit werden zusätzlich bis zu sechs A320ceo bestellt. Diese sollen noch heuer bei der Lufthansa selbst eingesetzt werden, um die Verzögerungen bei der Auslieferung von Airbus A320neo zu kompensieren.

Die Boeings für die Swiss sollen ab Anfang 2020 deren Flotte ergänzen. Die Auslieferung aller bestellten Flugzeuge ist sukzessive bis 2022 geplant. Mit der Investition von mehr als 600 Mio. US-Dollar (Gut 500 Mio. Euro) schaffe Swiss über 300 zusätzliche Arbeitsplätze, zitierte die schweizerische Nachrichtenagentur sda am Montagabend aus einer Swiss-Mitteilung.

„Der Investitionsplan für das Geschäftsjahr 2018 bleibt unverändert“, hält die AUA-Mutter fest. Bestellt werden auch zwei Boeing 777F für Lufthansa Cargo. Die Frachtflugzeuge werden langfristig ältere Frachter vom Typ MD11 ersetzen.

„Die Investition in eine Flottenerweiterung bei Swiss und eine modernere Frachterflotte reflektieren den wirtschaftlichen Erfolg beider Unternehmen. Swiss hat im für Airlines traditionell schwachen ersten Quartal eine Marge von über neun Prozent erreicht, Lufthansa Cargo über zehn Prozent“, so die Lufthansa. (APA)