Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 09.05.2018


Bezirk Landeck

Oberländer streben eigene vier Wände an

Laut Studie hält der Trend zu Eigenheim und Eigentumswohnung in den Bezirken Imst und Landeck weiter an. 86 Prozent der Bauherrn brauchen fremdes Kapital.

© WenzelBeim Oberländer Wohnbau-Infotag der Sparkasse Imst AG gestern Dienstag in Zams: Vorstand Martin Haßlwanter, Andreas Hurter, Iris Stoll, Walter Stoll, Denise Lenfeld und Vostand Meinhard Reich (v. l.).



Landeck, Zams, Imst – Der Oberländer Immobilienmarkt ist in Bewegung: 2017 wechselten 162 Häuser im Bezirk Imst den Besitzer, in Landeck waren es 105 Häuser. Dazu kommen 256 Eigentumswohnungen in Imst und 197 in Landeck. Die Preise sind im Vorjahr kräftig gestiegen: In Landeck kostete das Einfamilienhaus (fast ausnahmslos gebrauchte Objekte) durchschnittlich 385.000 Euro, im Bezirk Imst 299.000 Euro.

Zahlen und Fakten wie diese hat gestern ein Expertenteam der Sparkasse Imst auf Basis der IMAS-Wohnstudie 2018 aufbereitet sowie Grundbuch-Erhebungen für die beiden Bezirke präsentiert. Treffpunkt war die Haueis-Villa in Zams, wo heuer neue Wohnungen gebaut werden.

„Trotz gestiegener Preise hält der Trend zum Wohnungseigentum weiter an“, fasste Vorstand Martin Haßlwanter zusammen. „Dabei sind die Tiroler bereit, 33 Prozent des Haushaltseinkommens für Wohnen auszugeben. Im Burgenland hingegen liegt der Wohnkostenanteil nur bei 14 Prozent.“

Jeder zweite Befragte, der seine Lebensaufgabe Wohnraumbeschaffung noch nicht erledigt hat, strebt laut IMAS-Studie eigenen finanzierbaren Wohnraum an, erläuterte Haßlwanter. Eine Mehrheit von 59 Prozent möchte eine Eigentumswohnung haben, der Rest wünscht sich ein Haus. „Wobei Eigentumswohnungen an Beliebtheit gegenüber 2010 um sieben Prozent zugenommen haben.“

Wohnungswerber müssen sich auf einen finanziellen Klimmzug gefasst machen: 14 Prozent würden den Kraftakt aus eigenen Mitteln schaffen, die große Mehrheit von 86 Prozent würde eine Fremdfinanzierung brauchen.

Die Sparkasse Imst habe 2017 rund 55 Mio. Euro an Darlehen für Wohnraumbeschaffung und -sanierung vergeben. Seit 2010 habe man 3000 Projekte in beiden Bezirken finanziert. Das Finanzierungsvolumen lag bei 350 Mio. Euro. Die Wohnbauförderung des Landes wird als „durchaus zufriedenstellend“ bewertet. In den vergangenen Jahren hab es Nachbesserungen gegeben. (hwe)