Letztes Update am Mi, 16.05.2018 10:47

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Kitzbühel

VKI: Urteil gegen kitzVenture nun rechtskräftig

Die Tiroler Anlagefirma bot Kleinanlegern bereits Investitionsmöglichkeiten ab 250 Euro an und stellte das damit verbundene Anlegerrisiko als „überschaubar“ dar.

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Kitzbühel – Die Tiroler Anlagefirma kitzVenture darf nicht mehr damit werben, dass die von ihr angebotene Möglichkeit zur Geldanlage ein „ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis“ habe und dass es „planbare“ Zinsenzahlungen gebe. Das habe das Oberlandesgericht Innsbruck nun rechtskräftig entschieden, teilte der Verein für Konsumenteninformation (VKI) am Mittwoch mit.

kitzVenture bot Kleinanlegern bereits Investitionsmöglichkeiten ab 250 Euro an und stellte das damit verbundene Anlegerrisiko als „überschaubar“ dar, obwohl es jenem eines Gesellschafters gleichkomme oder es sogar übersteige, so der VKI. Ebenso unzulässig sei die Werbung mit der Aussage „berechenbar – 9,75 Prozent Zinsen p. a. (fest vereinbarte Verzinsung von 9,75 Prozent p. a.)“, denn die angebotene Veranlagung bestehe tatsächlich in der Einräumung von qualifiziert nachrangigen Darlehen, deren Rückzahlung für die Anleger nicht planbar sei. Das Gericht habe auch einige vom VKI eingeklagte Vertragsklauseln für unzulässig befunden, sagt der VKI.

„Hätten Anleger in Kenntnis der wahren Sachlage diesen Vertrag gar nicht abgeschlossen und wurden sie durch diese Werbung in die Irre geführt, kommt eine Irrtumsanfechtung des Vertrages in Betracht“, erklärte die Leiterin Abteilung Klagen im VKI, Beate Gelbmann. (APA)