Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 25.05.2018


Standort Tirol

Neuerlicher Rekord bei der Bergbahn Kitzbühel

Im neunten Jahr in Folge kann das Unternehmen mit positiven Zahlen abschließen. Im Juni erfolgt der Baustart für zwei neue Lifte.

© Werlberger Die Bergbahn Kitzbühel konnte auch im abgelaufenen Winter wieder neue Rekorde erzielen, sowohl bei den Erstzutritten als auch bei den Beförderungserlösen. Foto: Werlberger



Von Harald Angerer

Kitzbühel – Es ist schon ein gewohntes Bild, wenn die Bergbahn Kitzbühel zur alljährlichen Bilanz-Pressekonferenz lädt. Denn seit neun Jahren kann Bergbahn-Vorstand Jose­f Burger über Rekordzahlen berichten, so auch gestern. Die Bergbahn Kitzbühel verzeichnete im abgelaufenen Winter ein Plus bei den Erstzutritten von 3,1 Prozent. „Damit liegen wir klar über dem Tirolschnitt“, freut sich Burger.

Insgesamt verbuchte die Bergbahn Kitzbühel über den gesamten Winter mehr als 1,5 Millionen Erstzutritte und damit Beförderungserlöse in der Höhe von rund 46,2 Millionen Euro. In den vergangenen zehn Jahren konnte man damit die Erlöse um 50 Prozent steigern. „Diese sind aber nicht erkauft, sondern nachhaltig“, wie Burger betont. Das unterlegt er mit Zahlen. So sind die Beförderungserlöse der Bergbahn Kitzbühel um acht Prozent gestiegen, tirolweit waren es lediglich zwei Prozent. Die Beförderungserlöse pro Gast sind in Kitzbühel sogar um 4,9 Prozent gestiegen, in Tirol hingegen um 0,4 Prozent gesunken. Auch konnte man die Führungspositionen jeweils bei der Tirol Snow Card als auch bei der Salzburger Superskicard verteidigen und sogar ausbauen. „Das heißt, wir konnten die Marktanteile steigern“, freut sich Burger über die Entwicklung. Das abgelaufene Geschäftsjahr war somit das beste in der 91-jährigen Geschichte des Unternehmens.

„Der Winter war in ganz Tirol gut, bei uns war er außerordentlich gut“, unterstreicht auch Klaus Winkler, Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Bergbahn. Dies sei auch auf den Einsatz der Mitarbeiter zurückzuführen, weshalb der Aufsichtsrat eine außerordentliche Prämie für die Mitarbeiter beschlossen hat.

Im Rahmen der Pressekonferenz präsentierte er auch die Bauvorhaben für den heurigen Sommer. Am Kitzbüheler Horn werden zwei Liftanlagen ausgetauscht, die Tiroler Tageszeitung berichtete bereits. „Besser statt größer ist unsere Planungsmaxime am Kitzbüheler Horn“, schildert der Bergbahn-Vorstand. Dabei werden der Brunellenlift und der Raintallift ersetzt. Zum einen durch einen neuen Sechser-Sessellift (Brunelle) und durch eine Zehnergondel (Raintal). Baubeginn ist bereits im Juni. Eröffnung ist spätestens am 8. Dezember, wie Burger versichert. Am Horn werden damit 17 Millionen Euro investiert. Weitere fünf Millionen Euro fließen in Pistenverbesserungen und Infrastrukturmaßnahmen im Kernskigebiet.

Bitte warten heißt es weiterhin für Skifahrer auf die Fleckalmbahn in Kirchberg. Schon vor zwei Jahren wurde ein Austausch der Anlage angekündigt, doch Probleme mit einem Grundstücksbesitzer haben das verhindert. „Wir arbeiten an dem Projekt“, gibt sich Burger verschlossen. Er bestätigt aber, dass nun eine neue Trasse in Planung ist. Nicht mehr wie ursprünglich vorgesehen Richtung Klausen, sondern Richtung Brandseitstube soll die Talstation verlegt werden. Die Bergstation ist nach wie vor bei der Ochsalm-Lift Bergstation angesiedelt. Die Verhandlungen für den Neubau der Fleckalmbahn sollen aber laut Burger gut verlaufen, mehr wolle er zum Stand nicht sagen.




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