Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 30.05.2018


Immobilienmarkt

Neubau in Innsbruck billiger

Preise für Neubauten sinken um 2,4 Prozent, ältere Wohnungen sind jedoch um 11,7 Prozent teurer.

© Thomas Böhm / TTSymbolfoto



Von Verena Langegger

Innsbruck – Während die Immobilienpreise in der Landeshauptstadt in den vergangenen Jahren durchwegs anstiegen, gibt es derzeit sogar einen leichten Abwärtstrend, Wohnraum in Innsbruck wird also billiger. Das hat das Team von Prochecked errechnet und einen neuen Immobilienmarktbericht veröffentlicht. Der Preis für Neubauwohnungen ging demnach um 2,4 Prozent im Vergleich zur Erhebung aus dem Jahr 2017 zurück. Damit sind neue Objekte in der Landeshauptstadt erstmals seit 2009 nicht teurer als im Jahr zuvor. Für Michael Kugler vom Prochecked-Team liegt der Grund in der regen Bautätigkeit: „In den letzten vier Jahren wurden um ca. 70 Prozent mehr Neubauwohnungen angeboten als in den neun Jahren zuvor. Durch diese Zunahme an Wohnungen ist erstmalig eine erwähnenswerte Preisentlastung spürbar.“

Ein völlig anderes Bild ergibt sich am Wiederverkaufsmarkt. Denn Bestandswohnungen erzielten im Vergleich zum Vorjahr einen um 11,7 Prozent höheren Preis. Dies ist laut Prochecked die kräftigste Preissteigerung der vergangenen fünf Jahre. Gebrauchte Wohnungen werden gerne gekauft: So nimmt das Segment Wiederverkauf laut Studie mit 53,5 Prozent der Verkäufe den größten Anteil am städtischen Gesamtmarkt ein.

Insgesamt wurden 733 Kauftransaktionen von Bestandswohnungen verzeichnet, das entspricht einem leichten Plus im Vergleich zum Vorjahr (729 Kauftransaktionen). 639 Geschäftsabschlüsse betrafen Erstwohnungen, damit sei es der Innsbrucker Erstverkaufsmarkt, der im Vergleich zur Vorjahreserhebung etwas an Dynamik verlor. Im Kaufsegment Erstwohnungen ging nicht nur die Anzahl der Transaktionen zurück, sondern auch der durchschnittliche Kaufpreis. Insgesamt wurden für den Marktbericht 1369 Transaktionen ausgewertet, grundsätzlich bleibe das Transaktionsvolumen aber stetig auf hohem Niveau. Kugler hat auch einen Wunsch an die Politik: Baulandreserveren sollten mobilisiert und die Baudichten erhöht werden.