Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 02.06.2018


Bezirk Kitzbühel

Starke Milchbauern im Bezirk Kitzbühel

© Michael MaderLandwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Helga Brunschmid und LA Sepp Edenhauser machen vor der Landwirtschaftlichen Landeslehranstalt Weitau in St. Johann Werbung für den Weltmilchtag.Foto: Mader



Den gestrigen Weltmilchtag nahmen Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Helga Brunschmid und Landtagsabgeordneter Sepp Edenhauser zum Anlass, um auf die Leistungen der Landwirte aufmerksam zu machen.

Immerhin sei der Bezirk Kitzbühel mit seinen rund 12.000 Milchkühen, davon 11.000 auf den Almen, der größte „Almbezirk" in Österreich. Dort arbeiten rund 1400 Landwirte — 80 Prozent davon im Nebenerwerb. Im Jahr 2017 wurden mehr als 71.000 Tonnen Milch produziert, tirolweit fast 337.000 Tonnen.

„Für uns ist wesentlich, dass sich der Konsument im Geschäft für heimische Produkte entscheidet", betonen Brunschmid und Edenhauser. 100 Prozent der Tiroler Milch werden ohne den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen hergestellt, fast die Hälfte der Tiroler Milch sei Heumilch und ein knappes Fünftel der Tiroler Milch werde nach den Kriterien der biologischen Landwirtschaft erzeugt. Im Bezirk Kitzbühel beträgt der Bio-Anteil sogar fast 30 Prozent.

Edenhauser hofft im Zusammenhang mit der Milch bzw. Milchprodukten auf den Partner Tourismus: „Das soll meiner Meinung nach keine Einbahnstraße sein. Die Landwirtschaft stellt für den Tourismus viel an Flächen zur Verfügung. Die Betriebe wiederum könnten ihren Gästen vermehrt einheimische Produkte präsentieren.

Zudem müsse man immer wieder betonen, dass, wo auf der Packung Tiroler Milch draufsteht, auch Tiroler Milch drinnen ist. Nicht jedem Konsumenten sei das auch wirklich bewusst. (mm)




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