Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 04.06.2018


Bezirk Kufstein

Wärmesysteme unter die Lupe genommen

© Wasser TirolVertreter der acht Gemeinden und des Landes Tirol gaben in Kundl den Startschuss für das Pilotprojekt „Wie heizt Tirol 2050?“.Foto: Wasser Tirol



Wie heizt Tirol 2050? Dieser Frage spürt der Planungsverband Wörgl und Umgebung in Zusammenarbeit mit der Wasser Tirol und den Stadtwerken Wörgl nach.

Bis 2050 will Tirol energieautonom werden, seinen Energiebedarf halbieren und diesen aus erneuerbaren, heimischen Energiequellen decken. Um diesem Ziel näher zu kommen, untersuchen die Gemeinden Wörgl, Angath, Bad Häring, Kirchbichl, Mariastein, Angerberg, Breitenbach am Inn und Kundl gemeinsam im Planungsverband, wie die künftige Wärmeversorgung in der Region frei von fossilen Energieträgern funktionieren kann.

„Der Planungsverband Wörgl und Umgebung nimmt in der Umsetzung der Tiroler Energiestrategie auf Gemeindeebene eine Vorreiterrolle ein. Von der Initiative des Planungsverbandes erwarte ich mir wichtige Rückschlüsse für das ganze Land", sagte Energiereferent und Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler beim Kick-off-Workshop in Kundl. Das Gebiet sei für die Erhebung besonders geeignet, weil es neben städtischen und ländlichen Bereichen auch Industrie-, Wohn- und Mischgebiete sowohl in Tal- als auch in Hanglagen umfasse, so Stephan Oblasser, Energiebeauftragter des Landes.

Das Projekt soll sich über die kommenden zwölf Monate hinwegziehen. In der ersten Phase wolle man das jeweilige Energiesystem und den Wärmesektor der einzelnen Gemeinden analysieren. Anschließend gelte es, standortspezifische und gemeindeübergreifende Lösungen zu erarbeiten. Die Projektkosten sind mit 120.000 Euro netto beziffert, 56 % davon tragen die Gemeinden. (TT)




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