Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 05.06.2018


Bezirk Landeck

Nächtigungen kletterten um 3,1 Prozent

Mit 6,2 Mio. Übernachtungen im Winter 2017/18 erzielte der Tourismusbezirk Landeck ein Allzeithoch und konnte damit eine neue Messlatte setzen.

© zangerlUm den Schalttag bereinigt sind die Verkaufserlöse um 0,6 Prozent zurückgegangen.



Landeck – Anders als in den vergangenen Jahren haben diesmal die Vorzeichen für die jüngste Wintersaison im Tourismusbezirk Landeck gestimmt – hervorragende Schneelage, früher Ostertermin und eine günstige Konstellation der Feiertage zu Weihnachten und zum Jahreswechsel. Die Saisonbilanz weist 6,2 Mio. Nächtigungen aus, ein Plus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den Monaten von November bis März erzielten die Vermieter jeweils ein Plus, das im März mit 10,7 Prozent am kräftigsten ausgefallen ist. Dafür gab es – wegen der frühen Osterferien – einen Absturz mit minus 23,9 Prozent im April. Im Ranking der Tiroler Bezirke bleibt Landeck die klar­e Nummer eins vor Schwaz (5,4 Mio. Übernachtungen), Imst (4 Mio.) und Kitzbühel (3,4 Mio.). Spitzenreiter bei den Herkunftsländern bleibt Deutschland mit 2,9 Mio. Nächtigungen (plus 20.000 gegenüber dem Vorjahr).

Die Hitliste der nächtigungsstärksten Orte präsentiert sich ebenfalls unverändert: Ischgl (1,4 Mio.) führt vor St. Anton am Arlberg (1,04 Mio.) und Serfaus (780.000). Die Aufenthaltsdauer ist mit 5,1 Tage gleich geblieben.

Trotz hervorragender Zahlen zeigt Alexander von der Thannen, Tourismussprecher der Wirtschaftskammer Landeck, ein Manko auf: „An Nächtigungen fehlt es dem Bezirk nicht. Dafür aber umso mehr an Wertschätzung von den Einheimischen.“ Der Tourismus sei unverzichtbar für den Bezirk. „Aber das Image der Branche in der Bevölkerung ist schlecht. Ziel muss es sein, eine Allianz mit den Einheimischen aufzubauen.“

Das erfreuliche Saisonergebnis spiegle „die außerordentlichen touristischen Leistungen wider“, stellt Wirtschaftskammerobmann Toni Prantauer fest. „Jetzt wird wieder kräftig investiert. Es gibt nur wenige Branchen im Bezirk, die nicht vom Tourismus profitieren.“ (TT, hwe)