Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 08.06.2018


Bezirk Imst

Imst Tourismus gräbt für Radweg und Einsatzautos

Knapp eine Million Euro kostet der Abschnitt zwischen Nassereith und Tarrenz. Auch am Panoramaweg wird fieberhaft gearbeitet.

© PaschingerDerzeit gibt es aufgrund der Holzschlägerungs- und Wegarbeiten Wartezeiten.Foto: Paschinger



Von Alexander Paschinger

Nassereith, Tarrenz – Es sind zwei große Wegbaustellen, die der Imst Tourismus derzeit im Gurgltal am Laufen hat: Zum einen wird eifrig am Panoramaweg gearbeitet, zum anderen unten neben der Mieminger Bundesstraße am neuen Radweg – 3,5 Meter breit und asphaltiert. Der Zeitdruck ist enorm. Denn der Wanderweg soll am 23. Juni eröffnet werden und das Baubezirksamt muss mit der anstehenden Bundesstraßen-Aufweitung auf den Radweg warten. Straßen­meister Michael Strigl hofft, dass er Ende August mit seinen Arbeiten an der Mieminger Bundesstraße beginnen kann.

„Ab heute sollten am Radweg 15 Bagger auffahren“, sagt TVB-Obmann Hannes Staggl. Der Radweg ist ein multifunktionaler, sollte er doch einen Teil der Fernpass-Strategie darstellen. „Die Radler werden dann alle auf den neuen, asphaltierten Weg ausweichen müssen“, sagt Staggl. Auch die Straßenrennfahrer. Wer nach der Fertigstellung und Aufstellung der Radfahrverbots-Tafeln erwischt wird, müsse dann wohl mit einer saftigen Strafe rechnen. Der Radweg wird dann aber auch bei Staus für Einsatzfahrzeuge zur Verfügung stehen.

Außerdem wird die derzeit angelegte Trasse von der Tigas, der Tinetz und der Telekom genutzt, erklärt Staggl. Die Unternehmen werden sich an den Gesamtkosten von einer Million Euro für diesen Abschnitt mit 30 Prozent beteiligen. Mit dem zuständigen LHStv. Josef Geisler werde er kommende Woche ein Gespräch über zusätzliche Förderungen führen. „Eine prinzipielle Zusage gibt es bereits.“

Insgesamt hat der Tourismus im Rahmen der Fernpass-Strategie für den gesamten Abschnitt vom Fernstein bis zum Inntal-Radweg die Verantwortung als Bauherr übernommen. Eines der nächsten Ziele ist eine eigene Trasse von Tarrenz bis zum Bahnhof Imst-Pitztal.

Beim Wanderweg hatte der TVB mit Kapazitätsproblemen zu kämpfen. „Wir eröffnen am 23. Juni aber jedenfalls den Abschnitt Obtarrenz – Hoch-Imst“, so Staggl. Probleme gab es auch am Antelsberg: Pferde hatten dort den nagelneuen Weg zum Sanierungsfall gemacht. Insgesamt werde der 52-km-Wanderweg wohl auf 250.000 Euro kommen, die Hälfte zahlt das Land. Bis zum Herbst sei der ganze Weg fertig.