Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 14.06.2018


Osttirol

Defereggental errichtet Wasserspielplatz auf höchster Höhe

Auf der Mooseralm in St. Jakob entsteht an der „Ochsenlacke“ eine Spiel- und Ausflugsarena auf 2350 Metern Seehöhe. Wassertiere dienen als Modell für überdimensionale Spielgeräte. Kosten: 480.000 Euro.

© RevitalCilli, die Wasseramsel, ist eines der fünf Spielgeräte in der neuen Anlage.Visualisierung: Revital Integrative Naturraumplanung



Von Catharina Oblasser

St. Jakob i. D. – Panoramaspielarena Mooseralm, so heißt ein neues Ausflugsziel, das Gäste und Einheimische nach St. Jakob locken soll. Es ist vor allem für Familien gedacht. Details zur Spiel­arena an der so genannten Ochsenlacke, einem kleinen See, wurden im Gemeindesaal vorgestellt. Dabei waren Bürgermeister Ingo Hafele, Vertreter des TVB Osttirol und des Planungsbüros Revital, das die Anlage entwickelt hat. Heuer soll mit der Errichtung begonnen werden, spätestens nächsten Sommer soll alles fertig sein. Die Spielarena ist mit dem Brunnalm-Lift erreichbar.

Hauptanziehungspunkt, vor allem für die Kinder, werden fünf überdimensionale hölzerne Spielgeräte sein, die Wassertieren nachempfunden sind. „Wir nennen sie die ,Hüter des Wassers‘“, erklärt Revital-Chef Klaus Michor. „Das sind Bachforelle, Wasseramsel, Libelle, Alpenmolch und Grasfrosch, denen wir auch Namen gegeben haben.“ Je nach Tier können Kinder klettern, rutschen, balancieren oder sich verstecken. Für erwachsene Besucher bietet die Arena auf der Mooseralm einen 360-Grad-Blick auf die umliegenden Gipfel, ein Gasthaus und ein alpines Feeling, wie Michor ausdrückt.

Kein Wunder – befindet sich die Arena doch auf 2350 Metern Seehöhe. „Ich kann zwar nicht beschwören, dass wir den höchstgelegenen Spielplatz der Alpen haben“, so Michor. „Aber ich habe zumindest keinen gefunden, der noch höher liegt.“

Bürgermeister Hafele erklärt, dass alle nötigen Bewilligungen vorliegen würden. „Dieses Projekt ist Teil unserer Positionierung als Bergwasserparadies Defereggen“, führt er aus. „Und es kann die Brunnalm-Bergbahn im Sommer besser auslasten.“

Projektträger ist der TVB Osttirol. Laut Obmann Franz Theurl belaufen sich die Kosten auf etwa 480.000 Euro. „Der TVB übernimmt 120.000, das Land 70.000 Euro“, so Theurl. Außerdem hofft man auf Förderungen aus dem Sonderprogramm des Landes für Natura 2000.

Defereggen setzt auf seine Wasserschätze

Die Deferegger Gemeinden Hopfgarten, St. Veit und St. Jakob haben sich dem Thema Wasser verschrieben. Mit dieser Tourismusstrategie soll der Sommertourismus gestärkt werden. Sie steht unter dem Motto „Bergwasserparadies Defereggental" und richtet sich an erholungssuchende, aber auch abenteuerlustige Naturfreunde. Wasserschätze gibt es im Tal mehr als genug, führt Bernhard Pichler von der Osttirol Werbung aus. „Wir haben eine Karte mit 32 verschiedenen Ausflugszielen zum Thema Wasser erstellt. „Für Urlauber, aber auch für Tagesausflügler." Die Palette reicht vom Besuch des Reimmichlbrunnens über einen 30-minütigen Spaziergang zum Wassernaturspielplatz St. Jakob bis zur siebenstündigen Tour zum Mond- und Schwarzsee in Hopfgarten.