Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 15.06.2018


Bezirk Kitzbühel

Angebot kam nicht zufällig

Die Neue Heimat bekräftigt das Interesse an den Elisenhöfen in Kirchberg, es habe schon 2007 eine Option darauf gegeben.

© NHT/Vandory„Die NHT hatte bereits am 12.3.2007 einen Optionsvertrag mit den Grundstücksbesitzern.“ Hannes Gschwentner
(NHT-GF)



Von Harald Angerer

Kirchberg – Ein Grundstück in der Größe von gut 16.700 m² sorgt derzeit für viel Gesprächsstoff in Kirchberg. Der private Wohnbauträger ZIMA wollte die Fläche ursprünglich bebauen, ist aber bei der Gemeinde abgeblitzt. Die Gemeinde hat sich auch selbst um das Grundstück bemüht, und nun ist auch die Neue Heimat Tirol (NHT) auf die Fläche aufmerksam geworden, die TT berichtete.

Überrascht darüber zeigte sich Vizebürgermeister Andreas Schipflinger. Doch so überraschend sei das nicht, wie NHT-GF Hannes Gschwentner in einer Reaktion auf die Verwunderung Schipflingers reagiert. „Die NHT hatte bereits am 12.3.2007 einen Optionsvertrag mit den Grundstücksbesitzern für den Kauf der Liegenschaft abgeschlossen. Der Gemeinderat war damals aber gegen diese Widmung dieser Grundstücke und daher ist die Option ausgelaufen“, sagt Gschwentner. Es sei auch keinesfalls so gewesen, dass die NHT an der Gemeinde vorbei neue Gespräche mit den Grundbesitzern aufgenommen habe.

Gschwentner habe zufällig den Grundbesitzer getroffen und ihn auf die Medienberichte angesprochen, wonach auch die ZIMA bei der Gemeinde auf Granit gebissen hat. „Ich habe ihn dabei gefragt, ob er zum gleichen Preis die Liegenschaft auch der NHT verkauft“, sagt Gschwentner. Als der Grundbesitzer dies bejaht hat, habe er sofort Kontakt mit ­Alois Leiter und Bürgermeister Helmut Berger in Kirchberg aufgenommen.

„Wenn die Gemeinde das Grundstück selbst erwerben will und darauf leistbares Wohnen für die Kirchberger errichtet, ist mir das sehr recht“, sagt der NHT-Geschäftsführer. Man müsse das Projekt nicht zwangsläufig umsetzen. Es würden sich aber klare steuerliche Vorteile ergeben, wenn die NHT das Projekt umsetzt, betont Gschwentner. Er sei froh, dass das Projekt durch die Gespräche von ihm offenbar neu angestoßen wurde.

Auch Gschwentner bestätigt, dass der Grundstücksbesitzer den Grundstücks­deal bis 31. Juli über die Bühne bringen möchte. Die Gemeinde hatte sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung darauf verständigt, dass der Vorstand vertiefende Gespräche mit dem Eigentümer führt.