Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 16.06.2018


Standort Tirol

Holz Pfeifer baut in Kundl aus

© Pfeifer GroupGeschäftsführer und Werksleiter Georg Walcher: 10 Millionen Euro Investition in das Kundler Pfeifer-Werk.Foto: Pfeifer Group



Kundl – Das Imster Holzunternehmen Pfeifer investiert in sein Werk in Kundl knapp 10 Mio. Euro in Sägewerkstechnik und ein neues Bürogebäude, teilte das Unternehmen mit. So entstehe etwa anstelle des Versandterminals auf 1380 Quadratmetern ein viergeschoßiges Verwaltungsgebäude mit integrierter Versand- und Logistikzentrale. Rund zwei Millionen Euro fließen in den Neubau. „Das bestehende Bürogebäude wird nach Fertigstellung des neuen geschleift, wodurch wir Manipulationsflächen schaffen können“, erklärte Geschäftsführer und Werksleiter Georg Walcher. Auch die Zufahrt werde neu geregelt und trage zu einer Entspannung der Anbindung an die Gemeindestraße bzw. B177 bei, so Pfeifer.

Weitere 3 Millionen Euro würden für eine Restholz-Transportanlage zwischen Sägewerk und Pelletierung in die Hand genommen. Die Beförderung erfolge damit „vollautomatisch über dem Boden auf einer Luftlinie von 350 Metern“, so Walcher. Bisher wurden die Resthölzer mit Fahrzeugen transportiert.

Die neue Anlage für die Trocknung von Sägespänen (Kosten: 5 Mio. Euro) sei im Mai 2017 in Betrieb gegangen. Seit April 2018 laufe auch die neue Schnittholz-Paketierungsanlage. Walcher: „Die Pellet-Produktion in Kundl konnte von 120.000 auf 158.000 Tonnen gesteigert und damit auf die Nachfrage vor allem in Italien reagiert werden.“

Im Kundler Werk des Imster Familienbetriebs sind 200 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen verarbeitet laut Eigenangaben jährlich 800.000 Festmeter Holz zu rund 570.000 m³ Schnittholz und Hobelware – etwa im Imster Werk zu Brettschichtholz, Massivholzplatten oder Betonschalungsplatten. Die anfallenden Sägespäne werden in Kundl zu jährlich 158.000 Tonnen Pellets verpresst. „Kundl ist damit das größte Pelletwerk Mitteleuropas“, so Walcher. (mas)




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