Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 19.06.2018


Tirol

Binderholz baut Werk in Deutschland aus

© Feuerwerk BinderDie Fügener Binderholz-Gruppe startet ein umfangreiches Investitionspaket für einen Ausbau des Werks im brandenburgischen Baruth.



Die Tiroler Binderholz-Gruppe baut an ihrem deutschen Standort Baruth ihre Produktions­kapazitäten aus und hat dafür ein umfangreiches Investitionspaket gestartet, wie das Unternehmen in einer Aussendung mitteilt.

In einem ersten Schritt werde bis Ende des Jahres die Trocknungskapazität von 600.000 auf 760.000 Kubikmeter Holz erhöht. Eine weitere Schnittholznachsortierung, die im 3-Schicht-Betrieb 450.000 Kubikmeter leisten soll, werde im Jahr 2019 in Betrieb gehen. Als Hauptinvestition werde mit einer neuen Sägelinie die Einschnittkapazität auf 2,2 Mio. Festmeter Holz pro Jahr erhöht. Dazu werde eine vierte Schnittholzsortierung kommen. Die Inbetriebnahme dafür soll im Jahr 2020 erfolgen. Rundholzlängen von 2,5 bis 5 Metern und Durchmessern ab 10 cm würden dort verarbeitet. Auch die Trocknungskapazität werde der Produktionsmenge auf über eine Million Kubikmeter Schnittholz mit Inbetriebnahme der neuen Sägelinie angepasst.

Die Fügener Binderholz-Gruppe betreibt europaweit zwölf Standorte, je fünf in Österreich (Fügen, Jenbach, St. Georgen, Hallein und Unternberg) und Deutschland (Kösching, Burgbernheim, Oberrot, Baruth und Wolf­egg) sowie zwei in Finnland (Lieksa und Nurmes). Insgesamt beschäftigt Binderholz laut eigenen Angaben rund 2530 Mitarbeiter. Die Massivholz-Produktpalette reicht von Schnittholz, Profilholz, ein- und mehrschichtig verleimten Massivholzplatten, Brettschichtholz bis hin zum „binderholz Brettsperrholz BBS". Die in der Produktio­n anfallenden Resthölzer werden zu Biobrennstoffen, Ökostrom und Vielzweck­platten verarbeitet. (TT)