Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 21.06.2018


Standort Tirol

Touristisches Füllhorn war 10,3 Mio. € schwer

Tiroler Tourismusförderungsfonds half 2017 u. a. bei Fi­nan­zierung von Sportveranstaltungen und Marketingprojekten.

© AngererIn Kitzbühel wurden 2017 die Triathlon-EM und das Generali Open mit Fondsgeldern bedacht.



Innsbruck – Er wird mit den Pflichtbeiträgen der Tourismusverbandsmitglieder gefüllt und von einem Kuratorium unter LH Günther Platter (ÖVP) verwaltet: Die Rede ist vom Tiroler Tourismusförderungsfonds. Ein sperriger Name für eine einfache Sache. Es geht ums Geld, genauer gesagt um Fördermittel. Neben Fixkosten werden auch finanzielle Zuwendungen an tourismusfördernde Einrichtungen und Projekte ausgeschüttet. Der Tätigkeitsbericht 2017 wurde vom Kuratorium im März beschlossen und wird kommende Woche dem Landtag vorgelegt.

In Summe bilanzierte der Fonds ausgeglichen. 10,35 Millionen Euro an Einnahmen standen ebenso viele Ausgaben gegenüber. Im Vergleich zum Voranschlag lag man damit um gut 457.000 Euro über Plan. Allein die Einnahmen aus den Pflichtbeiträgen spülten anstatt budgetierten neun Millionen Euro rund 10,33 Mio. Euro in die Fondskassa, knapp eine Million davon wurde den Fondsmitteln zugeführt. Der größte Ausgabenfixposten waren Direktzuwendungen an die Tirol Werbung in der Höhe von 8,3 Mio. Euro. 2015 lag dieser Beitrag noch bei 6,5 Mio. Euro. Das Mountainbikemodell Tirol schlug mit etwas über 327.000 Euro zu Buche.

Unter die sonstigen Zuwendungen, die genehmigt wurden (in Summe: 764.000 €), fallen u. a. die Triathlon-EM in Kitzbühel (25.000 €), das Generali Open in Kitzbühel (50.000 €), die Alpen-Radtour 2018 (30.000 €), das Förderpaket Sondermarketingmaßnahmen Osttirol (300.000 €), aber auch 12.000 Euro zur Unterstützung der Tiroler Wirtshauskultur. Aufgelistet sind auch eine erkleckliche Anzahl an LEADER-Projekten, da­runter die Attraktivierung des Badesees Mieming (40.000 €), die „Lebensqualität Wilder Kaiser“ (knapp 7800 €), oder das „Rollstuhlfreundliche Längenfeld“ (1250 €).

Wie zu erwarten, finden sich auch jene knapp 60.000 Euro im Abschlussbericht wieder, die noch im Dezember 2017 für Wirbel gesorgt hatten. Mit diesem Geld soll ein moderierter Strategieprozess die Zusammenarbeit der ohnedies eng miteinander verflochtenen Tirol Werbung und Tourismusverbände optimieren, die TT berichtete.

Der Voranschlag für den Tourismusförderungsfonds 2018 liegt bei 9,93 Mio. Euro.

Grünen-Klubchef Gebi Mair zeigt sich mit der nunmehrigen Gebarung des Fonds zufrieden: „Die Transparenz hat sichtlich genützt.“ (mami)