Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 23.06.2018


Bezirk Kitzbühel

Kitzbüheler Wirtschaft spürt den Aufwind

Durch ein „ambitioniertes“ Programm auf Bundesebene blickt der Wirtschaftsbund im Bezirk positiv in die Zukunft.

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© Michael Mader



Von Michael Mader

Itter – Wirtschaftsbund-­Landesobmann und Nationalrat Franz Hörl tourt derzeit im Rahmen der Wirtschaftsbund-Sommertour durch die Bezirke und machte gestern in Itter Station. Vor allem für die heimischen Unternehmen würden durch ein ambitioniertes Programm der Koalition auf Bundesebene und neue Ziel­e im Arbeitsübereinkommen von Schwarz-Grün II in Tirol eine Vielzahl an Neuerungen und Entlastungen warten, heißt es seitens des Tiroler Wirtschaftsbunds.

Dementsprechend gut gelaunt war Hörl, der allerdings in Abrede stellte, dass das Koalitionsübereinkommen ein „Wunschkonzert“ des Wirtschaftsbundes war, ebenso wie der 12-Stunden-Arbeitstag weder von der Industriellenvereinigung bestellt worden noch den großen Investoren des Wahlkampfes geschuldet sei: „In Wahrheit machen wir das, was auch die reale Arbeitswelt abbildet.“

Sein Nationalratskollege und VP-Verkehrssprecher Josef Lettenbichler berichtete von den ersten Monaten im Parlament und betonte, dass es in den Bezirken Kitzbühel und Kufstein derzeit fünf Erdgastankstellen und 53 Elektrotankstellen gibt: „Da ist viel Potenzial da. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten zwölf Jahren bei der Anzahl eine Null hinten dazukommt.“

Wirtschaftlichen Aufwind verspüren aber auch der WB-Obmann von Kitzbühel, Peter Seiwald, und seine Kollegin aus Kufstein, LA Barbara Schwaighofer. „Die Stimmung ist ausgezeichnet, man merkt die Hochkonjunktur. Derzeit sind im Bezirk 1203 Personen arbeitslos, das ist landesweit der größte Rückgang von 23,7 Prozent. Es läuft wirklich gut“, sagt Seiwald. Das meint auch Schwaighofer, die von einem Arbeitslosenrückgang von 19 Prozent im Bezirk Kufstein berichten kann.

Ein Thema bzw. eine Herausforderung, die in den nächsten 15 Jahren akut werd­e, spricht Schwaighofer ebenfalls an: „Bei 11.500 Unternehmen im Bezirk stehen Betriebsübergaben an.“




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