Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 06.07.2018


Standort Tirol

Wedl-Umsatz steigt, Kundenmagnet Käse

C+C-Märkte außerhalb Tirols entwickeln sich positiv. Käse-Studie soll Sortiment optimieren.

© Eckerieder



Wien, Mils – „Käse kann man getrost als Trendlebensmittel bezeichnen“, sagte Lorenz Wedl, Geschäftsführer der Wedl Handelshäuser, bei der Präsentation einer aktuellen Studie zum Käse-Konsum in Österreich im Berger & Wedl Handelshaus in Wien. Wedl selbst folge dem Trend, indem das Tiroler Handelshaus mehr als 700 Käse-Angebote im Sortiment habe.

Mehr als drei Viertel der Österreicher (77 Prozent) sind Käseliebhaber, zeigt die repräsentative Umfrage von Wedl mit mehr als 1300 Befragten. Deshalb sei es auch wichtig, dass die Hotellerie in Österreich beim Frühstück eine breite Palette an Käsesorten anbietet, erklärte der Wedl-Chef, der vor allem die heimische Gastronomie und Hotellerie mit Waren beliefert. Jedes Wedl Handelshaus bekommt dem Trend folgend auch einen eigenen Käsesommelier. Heuer werden fünf Mitarbeiter zu Käse-Experten ausgebildet. „In Zeiten des Fachkräftemangels wird die Ausbildung von Mitarbeitern immer wichtiger.“

Auch außerhalb Tirols behaupte sich das Handelshaus gegen die Konkurrenz der Großkonzerne, erklärte Wedl. „Wir sind am C+C Berger & Wedl in Wien mit 61 Prozent beteiligt. Mit den Umsätzen sind wir trotz starken Wettbewerbs mit den großen Konzernen wie Rewe oder Metro sehr zufrieden“, sagt Wedl.

Der Vorteil gegenüber den Großen sei der persönliche Kontakt zu den Kunden und die Möglichkeit, flexibler auf Kundenwünsche zu reagieren. Das sei auch in der Großstadt Wien ein Vorteil.

Die Abholung in den Märkten stagniere seit längerer Zeit, die Zustellung wachse zugleich im zweistelligen Bereich. „Wir strukturieren deshalb derzeit unsere Logistik neu“, sagt der Wedl-Geschäftsführer.

Im Jahr 2017 wuchs der Umsatz des Handelsunternehmens Wedl um 5,5 Prozent auf 510,6 Millionen Euro. Waren im Gastro-Großhandel 2016 noch 323 Mio. Euro erwirtschaftet worden, verzeichnete man im vergangenen Jahr 340,7 Mio. Euro. In den ersten Monaten 2018 liege das Wachstum erneut über vier Prozent. (ecke)




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