Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 07.07.2018


Osttirol

Schaufenster füllen sich mit Leben

Fürs Moonlight Shopping am 12. Juli ließen sich Kaufleute etwas Besonderes einfallen.

© BrunnerSo voll ist die Stadt sonst nie: Das Moonlight Shopping, das zweimal pro Sommer stattfindet, lockt die Massen nach Lienz.Foto: Brunner Images



Von Catharina Oblasser

Lienz – An zwei Abenden pro Sommer gilt in Lienz der Ausnahmezustand: nämlich dann, wenn Moonlight Shopping angesagt ist. Heuer finden diese speziellen Einkaufsabende am Donnerstag, den 12. Juli, und am Donnerstag, den 16. August, statt.

Die Kaufleute der verschiedenen Geschäftsstraßen haben sich einiges einfallen lassen. So werden die Schaufenster in der Messinggasse lebendig, schildert Unternehmerin Kathrin Jäger: „Models präsentieren die Produkte des Geschäfts, und im Herrenmodengeschäft werden die Kunden selbst Teil einer Kaffeehausszene.“ Im Bereich von Schweizergasse, Muchargasse und Egger-Lienz-Platz gibt es ein Schachspiel mit lebensgroßen Figuren, am Hauptplatz ein Kinderparadies und Musik ohne Verstärker. Die Rosengasse wartet mit der Band Die Hillibillies auf, die immer wieder an einer anderen Stelle spielt. Die Zwergergasse, wo es fünf Lokale gibt, verwandelt sich in eine Outdoor-Lounge mit DJ-Musik und feinen Speisen.

Im Zentrum der Einkaufsabende soll aber trotz allem der Handel stehen – obwohl die beiden Veranstaltungen im Sommer eher einem gigantischen Treffpunkt gleichen, der Menschen aus der Region zwischen Bozen, Zell am See und Spittal an der Drau anlockt.

„An diesen zwei Abenden schauen sich viele Leute das Angebot an und kommen später wieder, um zu kaufen“, meint Inge Rumpl-Krismer, Sprecherin für die Rosengasse. „Man muss die Umwegrentabilität sehen.“ Wie viele Besucher diese Abend haben, wird nirgends gezählt. „Ich schätze, es ist eine deutlich fünfstellige Zahl“, sagt Oskar Januschke vom Stadtmarketing Lienz.

Die erste Einkaufsnacht fand 2002 statt, damals unter dem Namen „Notte della Luna“. Als Moonlight Shopping firmiert die Aktion seit zwölf Jahren. Geschäfte dürfen bis 23 Uhr offen halten, ebenso lang darf Musik im Freien gespielt werden. 60.000 Euro kostet allein der Aufwand für Musik, Stände, Sicherheit und so weiter. Das finanzieren die Kaufleute und der TVB.