Letztes Update am Di, 10.07.2018 20:02

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Brennerbasistunnel

BBT: Zuschlag für größtes Baulos bleibt laut Gericht bei Porr

Porr behält den Auftrag für das größte Baulos beim Brennerbasistunnel. Das bestätigte BBT-Tunnelchef Konrad Bergmeister der Tiroler Tageszeitung.

© APABBT-Tunnelchef Konrad Bergmeister.



Innsbruck – Das größte Baulos des Brennerbasistunnels „Pfons-Brenner“ bleibt beim Baukonsortium rund um die PORR AG. Das Bundesverwaltungsgericht hat heute die Beschwerde der Strabag abgewiesen.

Wie bereits mehrmals berichtet, hat die Strabag hat die Vergabe der Vortriebsarbeiten in Höhe von 966 Mio. Euro an ein Konsortium rund um die Porr beeinsprucht. Grund ist der italienische Partner der Porr AG, die Condotte, die in Italien finanzielle Probleme hat.

Als Begründung für die Feststellungsklage führt die Strabag an, dass die Condotte nicht zuverlässig sei. Schulden von 460 Mio. Euro und Außenstände von 770 Mio. Euro machten ein Sanierungsverfahren der Condotte in Italien notwendig. Im Frühjahr wurde sogar der Präsident des Verwaltungsrates, Duccio Astaldi, wegen des Verdachts auf Schmiergeldzahlungen verhaftet.

Wie Konrad Bergmeister gegenüber der TT erklärt, würden bereits morgen die Arbeiten aufgenommen und die ersten Planungsgespräche geführt werden. „Damit nähern wir uns wieder dem Zeitplan für die Fertigstellung 2027 an“, wie Bergmeister betont.

„Alle Seiten, die Projektgesellschaft BBT SE, die Eigentümer ÖBB und RFI, sowie die Länder, die Ministerien und die EU bemühen sich außerordentlich, dass der Tunnel frühestmöglich fertig gestellt werden kann“, so Bergmeister. (pn)