Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 20.07.2018


EXKLUSIV

Aufregung in Kitzbühel um Miete für Kammersaal

Der Maturaball der HAK Kitzbühel wäre fast an den Kosten für den Saal gescheitert. Erst eine Intervention der Stadt brachte Lösung.

© Harald AngererDer K3 KitzKongress Kitzbühel ist der Veranstaltungsort des HAK-Maturaballs im Herbst. Über die Kosten gab es Diskussionen zwischen der Wirtschaftskammer und der Stadt.Foto: Angerer



Von Harald Angerer

Kitzbühel – Die Wirtschaftskammer Kitzbühel erstrahlt seit 2010 in neuem Glanz. Bei dem Um- und Neubau wurde aus der Kammer auch ein Kongresszentrum, der K3 KitzKongress mit einem großen Veranstaltungssaal. Bestens ausgestattet, aber vor allem von den heimischen Vereinen nicht sonderlich gut angenommen. Der Grund dafür: die hohen Kosten. „Wir können uns den Saal ganz einfach nicht leisten“, sagt ein Vereinsobmann, der nicht genannt werden will.

Die Preise für den Saal bekamen nun auch die Schüler der HAK Kitzbühel zu spüren, sie wollen im Herbst ihren Maturaball im K3 abhalten. Doch das Angebot sprengte ihren Kostenrahmen und das brachte dann Bürgermeister Klaus Winkler auf den Plan. Denn die Stadt subventioniert den Ball. Eine geharnischte E-Mail an Kitzbühels Kammerobmann Klaus Lackner war die Folge. „Es ist mir wichtig, dass der Maturaball wieder in Kitzbühel stattfindet. Auch muss der Kammer klar sein, dass aus der HAK zukünftige Mitglieder kommen“, sagt Winkler auf Anfrage der TT. Die E-Mail an Lackner schwächt er wieder etwas ab. „Es hat nun eine Einigung gegeben“, sagt Winkler.

Auch Lackner betont, dass „das alles schon erledigt ist“. Er sei aber der falsche Ansprechpartner und verweist auf die Geschäftsführung des K3 KitzKongress. „Aber für Vereine und die Stadt gibt es natürlich Sonderpreise“, betont Lackner. Das bestätigt auch K3-KitzKongress-Geschäftsführerin Birgit Ducke. „Aber wir bieten natürlich auch ein anderes Angebot als zum Beispiel das Kulturhaus in Reith oder der Kaisersaal in St. Johann“, sagt Ducke.

Man sei aber sehr bemüht, auch für Vereine einen gut Preis zu bieten. „Ich stehe für Gespräche immer bereit und wir können meist eine Einigung erzielen“, sagt die Geschäftsführerin. Aber der Fokus liege eben auf dem Kongress- und Tagungstourismus. Dementsprechend umfangreich ist auch die Infrastruktur, welche gewartet und gereinigt werden muss. „Das sind die Grundkosten, die wir nicht nachlassen können. Letztlich sind wir eine GmbH und können nichts verschenken“, erklärt Ducke.

Bürgermeister Winkler will dennoch weitere Gespräche mit der Wirtschaftskammer führen, um für heimische Vereine günstigere Konditionen im K3 KitzKongress zu erzielen. „Der Maturaball ist ein erster Schritt“, so Winkler. Denn bisher lehnte man im K3 KitzKongress solche Bälle grundsätzlich ab.